Pflege

Gut versorgt

Junge Frau schiebt einen Rollstuhl, in dem eine alte Frau sitzt

Pflegebedürftige Menschen können in Hamburg auf ein umfangreiches Angebot an ambulanter Pflege und Betreuung zurückgreifen, ebenso auf hauswirtschaftliche Hilfen und Entlastungsleistungen. Außerdem steht den Hamburgern ein flächendeckendes Angebot an Tagespflege und stationärer Versorgung in Pflegeheimen zur Verfügung. Auch wenn in der Hansestadt der Anteil der pflegebedürftigen Menschen an der Gesamtbevölkerung vergleichsweise niedrig ist, machen es zahlreiche Faktoren (demographische Entwicklung, veränderte Familienstrukturen und Bedürfnisse der Betroffenen) notwendig, dieses Angebot laufend weiterzuentwickeln.

Screenshot der vdek-Website "Pflegelotse"

Der vom Verband der Ersatzkassen (vdek) konzipierte Pflegelotse stellt die Pflegenoten und weitere Informationen über jedes Pflegeheim zur Verfügung.

Die Angebote in Hamburg im Einzelnen:

  • 153 Pflegeheime (146 von ihnen bieten auch Kurzzeitpflege an)
  • 2 Pflegeheime, die ausschließlich Kurzzeitpflege anbieten
  • 370 Pflegedienste für die Pflege zuhause
  • 39 Tagespflegen

(Stand: Juli 2017)

Diese Pflegeeinrichtungen haben alle Versorgungsverträge mit den Pflegekassenverbänden. Die Geschäftsstellen der Ersatzkassen können über alle Anbieter Auskunft geben und stellen den Versicherten auf Wunsch eine Preisvergleichsliste aller Angebote zur Verfügung.

Die Ausgaben der sozialen Pflegeversicherung für Hamburg lagen den aktuellsten Daten zufolge im Jahr 2014 bei 427 Millionen Euro, dies ist ein Plus von rund fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr (Stand: August 2017).

Kräfte bündeln für Menschen mit Demenz

In der Hansestadt leben Schätzungen zufolge etwa 26.000 Menschen mit mittelschwerer oder schwerer Demenz, etwa zwei Drittel davon zu Hause. Aufgrund des demografischen Wandels könnte sich die Zahl bis 2025 auf 31.000 erhöhen. In der Landesinitiative "Leben mit Demenz in Hamburg" auf Initiative der Gesundheitsbehörde bündeln viele Einrichtungen und Akteure, die sich für demenzkranke Menschen einsetzen, ihre Kräfte - darunter auch die Landesvertretung des Verbands der Ersatzkassen. Ziel ist es, durch ein vernetztes Vorgehen Unsicherheiten im Umgang mit den erkrankten Menschen abzubauen und ihnen ein würdiges Leben in ihrem Quartier zu ermöglichen.