Krankenhäuser

Plankrankenhäuser

In Hamburg gibt es 35 vollstationäre Krankenhäuser, die in den Krankenhausplan aufgenommen sind. Davon sind 17 Krankenhäuser in privater, 16 in freigemeinnütziger und 2 in öffentlicher Trägerschaft. 31 der Krankenhäuser befinden sich auf Hamburger Stadtgebiet, vier weitere in Schleswig-Holstein sind an der Versorgung für Hamburg beteiligt. Die Bettenkapazität der Plankrankenhäuser hat zuletzt leicht abgenommen und lag im Jahr 2011 bei 11.633 (im Jahr 2010 waren es noch 11.811 Betten).

Die Ausgaben der Krankenkassen für stationäre Behandlungen liegen 2013 bei rund 1,8 Milliarden Euro. Damit stehen den Hamburger Plankrankenhäusern 74,5 Millionen Euro mehr zur Verfügung als noch im Vorjahr.

Chirurgen bei einer Operation

Die Standorte aller Kliniken, eine Übersichtskarte und weitere Informationen zum Versorgungsangebot der Hamburger Krankenhäuser finden Sie hier.

Marktanteile und Trägerschaft

Betrachtet man den Krankenhausmarkt der Hansestadt genauer, ist ein deutlicher Trend zu Kliniken in privater Trägerschaft zu erkennen. Die private Klinikkette Asklepios Kliniken GmbH (Asklepios) verfügt über den größten Marktanteil. Berechnet nach der Bettenzahl beträgt er 41 Prozent in der Somatik (also bei der Behandlung körperlicher Beschwerden) und etwa 55 Prozent in der Psychiatrie. An zweiter Stelle steht das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) in Trägerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg mit einem Marktanteil von rund 15 Prozent in der Somatik und etwa 12 Prozent in der Psychiatrie. Zusammengenommen verfügen die beiden Krankenhausunternehmen, Asklepios und UKE, über mehr als die Hälfte aller Klinikbetten in der Hansestadt.

Anteil Krankenhäuser nach Trägerschaft:

 

 

2002 *
2013 *

öffentlich

10 (29%)

2 (6%)

freigemeinnützig

23 (66%)

16 (46%)

privat

2 (6%)

17 (49%)

Anteil Betten nach Trägerschaft:

 

2002 **

 

2013 **

 

öffentlich

6.881 (55%)

1.481 (13%)

freigemeinnützig

5.318 (42%)

3.677 (32%)

privat

346 (3%)

6.475 (56%)

* Werte bei 35 Plankrankenhäusern insgesamt sowohl im Jahr 2002 als auch im Jahr 2013.

** Werte bei 12.545 Planbetten insgesamt im Jahr 2002 und 11.633 im Jahr 2013.

Quelle: Krankenhausverzeichnis 2012, Freie und Hansestadt Hamburg

Der Vergleich zwischen den Jahren 2002 und 2013 zeigt, dass die Zahl der öffentlichen Krankenhäuser stark geschrumpft ist, während der Anteil freigemeinnütziger Krankenhäuser nur geringfügig zurückging. Auch bundesweit steigt der Anteil privatisierter Krankenhäuser stetig: Im Jahr 2011 war bereits jedes dritte Krankenhaus in privater Trägerschaft. Die Tendenz zur Privatisierung setzt sich weiter fort: So werden beispielsweise immer mehr Krankenhäuser in öffentlicher Trägerschaft in privatrechtlicher Form (z.B. einer GmbH) geführt.

Der Trend zur privaten Trägerschaft wirkt sich auch maßgeblich auf die durchschnittliche Belastung des Personals aus. Nach Auskunft des Statistischen Bundesamts waren im Jahr 2011 die Mitarbeiter des ärztlichen Diensts in öffentlichen Krankenhäusern pro Tag für 12,2 Betten zuständig, während sie in privaten Krankenhäusern 15,9 Betten zu betreuen hatten. Auch bei den durchschnittlichen Angaben zur Belastung der Mitarbeiter im Pflegedienst lassen sich die Unterschiede erkennen. So betreute ein Mitarbeiter 5,9 Betten in einem öffentlichen Krankenhaus und 6,9 in einem privaten. Die gestiegenen Anforderungen nach Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit bedingen derartige Unterschiede im Krankenhausbetrieb.

Fallzahlen

Neben den 35 Plankrankenhäusern gibt es außerdem 25 Privatkliniken, deren Behandlungskosten von den Krankenkassen nicht erstattet werden. Insgesamt behandelten Hamburger Krankenhäuser nach Auskunft des Statistikamts Nord 470.915 Fälle im Jahr 2012. Das sind 2,1 Prozent mehr als im Vorjahr, womit die Zahl der behandelten Patientinnen und Patienten den bisherigen Höchststand erreicht. Die durchschnittliche Verweildauer eines Patienten betrug im Jahr 2012 7,9 Tage. Bei einer Gesamtanzahl von 12128 Betten lag die durchschnittliche Auslastung bei 84,2 Prozent.

Die Hamburger Krankenhäuser zählen zu den größten Arbeitgebern der Hansestadt (29.249 Beschäftigte im Jahr 2011). Davon waren 4944 Angestellte im ärztlichen Dienst und 24305 Angestellte im nichtärztlichen Dienst, darunter 2074 Schüler und Auszubildende.

Ausgaben

Krankenhausbehandlungen sind der größte Kostenblock in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Mit 61,6 Milliarden Euro machten sie 35,6 Prozent der Gesamtausgaben aus (im Jahr 2012). Die Ausgaben für Arzneimittel beliefen sich auf 29,2 Milliarden Euro, das entspricht 16,8 Prozent. In einer ähnlichen Größenordnung liegen die Ausgaben für ärztliche Behandlungen (16,3 Prozent). Die Ausgaben für Krankenhausbehandlungen wachsen stetig: In den Jahren 2006 bis 2012 legten sie deutschlandweit um fast 23 Prozent zu.