Eigenbeteiligung in der stationären Pflege weiter gestiegen

Im ersten Jahr kostet ein Pflegeheimplatz jetzt mehr als 3.000 Euro im Monat

Der Betrag, den Pflegebedürftige im Pflegeheim aus eigener Tasche bezahlen müssen, ist erneut gestiegen. Nach einer Auswertung des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek) hat die monatliche Eigenbeteiligung in Schleswig-Holstein im ersten Aufenthaltsjahr erstmals die Marke von 3.000 Euro überschritten. Im landesweiten Durchschnitt waren es am 1.1.2026 genau 3.037 Euro. Das sind 259 Euro bzw. 9,3 Prozent mehr als vor einem Jahr

Die Eigenbeteiligung setzt sich aus mehreren Bestandteilen zusammen. Den größten Anstieg gab es mit 13,6 Prozent bei den pflegebedingten Aufwendungen (EEE), vor allem aufgrund gestiegener Personalkosten. „Das Personal soll gut bezahlt werden, damit die Arbeit in der Pflege attraktiv bleibt. Andererseits sind die stetig steigenden Eigenanteile ein ernstes soziales Problem“, betont Claudia Straub, Leiterin der vdek-Landesvertretung Schleswig-Holstein.

vdek fordert Übernahme der Investitionskosten durch das Land

Auch für Unterkunft und Verpflegung, für die Ausbildung von Pflegekräften sowie für die Investitionen zur Instandhaltung der Gebäude müssen die Bewohnerinnen und Bewohner in Pflegeheimen erneut mehr bezahlen.

„Die Pflegebedürftigen in den Heimen in Schleswig-Holstein könnten um gut 500 Euro pro Monat entlastet werden, wenn das Land die Investitionskosten übernähme. Trotz der angespannten Finanzlage sollte das Land eine Beteiligung prüfen“, appelliert Straub.

Für weitergehende Informationen zur Finanzierung der Heimplätze hat der vdek FAQ erstellt.

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Pressesprecher
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