GKV und Jobcenter arbeiten eng zusammen

Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung in der kommunalen Lebenswelt

Neue Sonderausgabe berichtet über Projektaktivitäten in den Regionen Bodensee-Oberschwaben und Stuttgart-Böblingen

vdek-Landesvertretung Baden-Württemberg legt als Federführerin für die Stadt- und Landkreise Biberach, Böblingen, Bodenseekreis, Ravensburg und Stuttgart mit der Sonderausgabe November 2021 einen zweiten Zwischenbericht vor.

GKV und Jobcenter arbeiten eng zusammen

In Baden-Württemberg hat der Verband der Ersatzkassen (vdek) für fünf Jobcenter die GKV beauftragte Federführung für das Modellprojekt „Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung in der kommunalen Lebenswelt” in den Stadt- und Landkreisen Biberach, Böblingen, Bodenseekreis, Ravensburg und Stuttgart inne. Bei der Umsetzung des Projektes an allen fünf Standorten geht die vdek-Landesvertretung Baden- Württemberg für die GKV im Land am Lebenswelt bezogenen Gesundheitsförderungsprozess gemäß dem Leitfaden Prävention vor. Gleichzeitig befördert die vdek-Landesvertretung damit den Health in All Policies (HiAP) im Handlungsfeld Arbeit und Gesundheit.

Highlights der diesjährigen Projektaktivitäten

Zum Jahresanfang erschwerte die Corona-Pandemie die Projektumsetzung an den Standorten, dennoch konnten den Kundinnen und Kunden der Jobcenter umfassende und vielfältige Gesundheitsangebote in Präsenz sowie als Onlineformat angeboten werden. Die Ausgestaltung und Umsetzung der Angebote an den einzelnen Standorten wird neben weiteren aktuellen Themen in der jetzt veröffentlichten Sonderausgabe November 2021 dargelegt, welche wir Ihnen hiermit gerne zur Verfügung stellen.  

Gesundheit der arbeitslosen Menschen stärken

Anhaltende Arbeitslosigkeit stellt einen Risikofaktor für die physische und psychische Gesundheit dar. Gesundheitliche Beeinträchtigungen wiederum können die Wiedereingliederung in Arbeit erschweren. Hinzu kommt, dass von Arbeitslosigkeit betroffene Menschen bisher nur schwer durch gesundheitsfördernde und primärpräventive Angebote erreicht wurden. Genau hier setzt das Modellprojekt „Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung in der kommunalen Lebenswelt“ an: Das Modellprojekt zielt darauf ab, die gesundheitliche Lage arbeitsloser Menschen zu verbessern und deren Lebensqualität zu erhöhen. Es soll ein Beitrag geleistet werden, die Wechselwirkung zwischen Arbeitslosigkeit und gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu durchbrechen und damit auch die Chancen auf den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt zu erhöhen. Um dieses Ziel zu erreichen, arbeiten die Arbeitsmarktseite und die Krankenkassen-gemeinschaft eng zusammen. Kundinnen und Kunden des Jobcenters werden im Rahmen gesundheitsorientierter Beratungsgespräche von geschulten Vermittlungsfachkräften für ihre eigene Gesundheit und eine gesundheitsförderliche Lebensweise sensibilisiert. Zudem werden krankenkassenseitig bedarfsorientierte Angebote der Gesundheitsförderung und Prävention wie z.B. Bewegungskurse, Kochworkshops oder Stressbewältigungs- und Entspannungskurse zur Verfügung gestellt. Hierdurch werden die Arbeitsförderung in den Jobcentern (JC) mit Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Prävention der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) sowie mit bestehenden kommunalen Strukturen verzahnt.

Kontakt

Frank Winkler
Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek)
Landesvertretung Baden-Württemberg

Tel.: 07 11 / 2 39 54 - 19
E-Mail: frank.winkler@vdek.com