Gesundheitspolitischer Empfang

Mehr Zeit für Patientinnen und Patienten - Bündnis 52 setzt auf Künstliche Intelligenz im Gesundheitswesen

Der diesjährige Empfang der Bündnis 52-Verbändekooperation Baden-Württemberg stand im Zeichen aktueller gesundheitspolitischer Herausforderungen mit dem besonderen Schwerpunkt KI im Gesundheitswesen. Im Württembergischen Kunstverein in Stuttgart tauschten sich rund 150 Vertreterinnen und Vertreter aus dem Gesundheitswesen Baden-Württembergs dazu aus.

16. Juni 2026, Empfang, 1 Mann am Rednerpult stehend

Im Namen der Bündnis 52-Verbändekooperation Baden-Württemberg begrüßte Michael Mruck, Leiter der vdek-Landesvertretung Baden-Württemberg, die Anwesenden: „Die Bündnis 52-Verbändekooperation steht seit vielen Jahren für fachliche Kompetenz, für den Dialog im Gesundheitswesen und für die gemeinsame Verantwortung, Versorgung in Baden-Württemberg zukunftsfähig zu gestalten. Gerade in diesen bewegten Zeiten der Reformen im Gesundheitswesen ist dieser Austausch wichtiger denn je. Neben den Krisenherden dieser Welt sind für uns als Verantwortliche im Gesundheitssystem die strukturellen Herausforderungen in der Krankenhauslandschaft, in der ambulanten ärztlichen Versorgung sowie in der pflegerischen Versorgung von besonderer Bedeutung. Angesichts von Milliardendefiziten steht die Politik aktuell vor der Aufgabe, für die gesetzliche Krankenversicherung ein zumindest für die nächsten Jahre tragfähiges Finanzkonzept zu entwickeln.“

Mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz hat die Bundesregierung einen ersten Schritt gemacht. Die Krankenkassen unterstützen bekanntlich den darin enthaltenen Grundsatz einer einnahmeorientierten Ausgabenpolitik. Mruck gab sich mit Blick auf den heutigen Impulsvortrag zur KI überzeugt: „Wenn wir es mit Hilfe der KI schaffen, Bürokratie im Gesundheitswesen zu reduzieren und gleichzeitig das medizinische Personal zu stärken und von administrativen Aufgaben zu entlasten, gewinnen wir etwas sehr Wertvolles zurück: Zeit für Patientinnen und Patienten!“

16. Juni 2026, Empfang, 1 Frau und 2 Männer in der Gruppe stehend

Herzlicher Empfang für die Staatssekretärin: Daniel Caroppo, Pressesprecher der DAK-Gesundheit, Staatssekretärin Petra Krebs MdL vom Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit, Frank Winkler, stellvertretender Leiter der vdek-Landesvertretung Baden-Württemberg und Leiter Politik und Kommunikation (von links nach rechts).

16. Juni 2026, Empfang, Petra Krebs, 1 Frau am Rednerpult stehend

Für die Landesregierung sprach Staatssekretärin Petra Krebs MdL vom Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit: „Kritisch sehe ich insbesondere, dass der Bund die versicherungsfremden Leistungen weiterhin nicht ausreichend gegenfinanziert. Seit Jahren werden die Kosten für die gesundheitliche Versorgung von Grundsicherungsbeziehenden nur zu rund einem Drittel vom Bund ausgeglichen.“ Den Krankenkassen fehlten dadurch jährlich rund 12 Milliarden Euro. „Das ist systemwidrig – gesamtgesellschaftliche Aufgaben müssen aus Steuermitteln finanziert werden und dürfen nicht einseitig den Beitragszahlenden aufgebürdet werden.“ Krebs verwies in diesem Zusammenhang auf die geplante Kürzung des Bundeszuschusses um weitere zwei Milliarden Euro: „Dass der Bund den Zuschuss für versicherungsfremde Leistungen kürzen will, ist inakzeptabel. Hier wird zur Haushaltskonsolidierung in die Kassen der Versicherten sowie der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber gegriffen. Das ist unsolidarisch und schadet auch dem Wirtschaftsstandort Deutschland.“

150 Teilnehmende beim Empfang am 16. Juni 2026, Zuhörendes Publikum in Richtung Podium

150 Akteurinnen und Akteure des baden-württembergischen Gesundheitswesens wollten sich den gesundheitspolitischen Empfang im Württembergischen Kunstmuseum nicht entgehen lassen. 

16. Juni 2026, Empfang, 1 Mann am Rednerpult stehend

Tim Roder, Head of Business Development, bei IPAI (Innovation Park Artificial Intelligence), gab sich in seinem Impulsvortrag überzeugt: „Künstliche Intelligenz ist zweifellos die Schlüsseltechnologie der Zukunft und wird unsere Gesellschaft und unser Gesundheitswesen maßgeblich mitgestalten. Eine verantwortungsvolle Nutzung von KI ist jedoch von entscheidender Bedeutung. Nur wenn wir sicherstellen, dass KI-Systeme ethisch und nachhaltig eingesetzt werden, können wir die Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte erfolgreich bewältigen.“

16. Juni 2026 Empfang, 3 Frauen und 3 Männer in der Gruppe stehend

Nicole Lüdeke (IKK classic), Tim Roder, Head of Business Development, bei IPAI (Innovation Park Artificial Intelligence), Staatsekretärin Petra Krebs MdL vom Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit, Jacqueline Kühne (BKK Landesverband Süd), Michael Mruck (vdek-Landesvertretung Baden-Württemberg), Jörg Stender (KNAPPSCHAFT), von links nach rechts. Fotos: vdek

Pressemitteilung anlässlich des gesundheitspolitischen Empfangs Mehr Zeit für Patientinnen und Patienten -Bündnis 52 setzt auf Künstliche Intelligenz im Gesundheitswesen

Der diesjährige Empfang der Bündnis 52-Verbändekooperation Baden-Württemberg stand im Zeichen aktueller gesundheitspolitischer Herausforderungen mit dem besonderen Schwerpunkt KI im Gesundheitswesen. Im Württembergischen Kunstverein in Stuttgart tauschten sich rund 150 Vertreterinnen und Vertreter aus dem Gesundheitswesen Baden-Württembergs dazu aus.

Kontakt

Frank Winkler
Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek)
Landesvertretung Baden-Württemberg

Tel.: 07 11 / 2 39 54 - 19
E-Mail: frank.winkler@vdek.com