Landesgremium nach § 90a

Hamburger "Landeskonferenz Versorgung"

Die Bundesländer sollen die Gesundheitsversorgung stärker als bisher gestalten können, so sieht es das sogenannte Versorgungsstrukturgesetz vor. Dazu wurde in jedem Bundesland ein sogenanntes „Gemeinsames Landesgremium“ ins Leben gerufen.

In Hamburg nennt sich dieses Gremium „Landeskonferenz Versorgung“. Dort beraten 18 Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Bereiche (z.B. Krankenkassen, Krankenhäuser, Ärzte, Patientenorganisationen) über mögliche Verbesserungen an den Schnittstellen von ambulanter und stationärer Versorgung und sprechen dazu gemeinsam Empfehlungen aus. In dem Gremium wirken auch drei Vertreterinnen und Vertreter der Hamburger Ersatzkassen mit.

Digitalisierung und Impfschutz im Fokus

Zu den Themen, die die Landeskonferenz in den Fokus genommen hat, gehören unter anderem die Unterstützung der Digitalisierung, die Steigerung der Masern-Impfquote und die Verbesserung der Gesundheitskompetenz.

Aus Sicht der Ersatzkassen ist es sinnvoll, dass alle Hamburger Player an einem Tisch zusammenkommen, um über Problemlösungen zu beraten. Das Bundesland hat mehr niedergelassene Ärzte und Krankenhausbetten je Einwohner als die meisten anderen Bundesländer. Vor diesem Hintergrund sind alle Vorschläge, die dazu führen, dass diese wertvollen Ressourcen besser genutzt werden, ein wichtiger Fortschritt für die Patienten. Die Ersatzkassen bauen darauf, dass die Länder, also auch Hamburg, ihre wachsende Gestaltungskompetenz verantwortlich einsetzen werden, gerade auch mit Blick auf die finanzielle Seite von Versorgungsfragen.