Landesgremium nach § 90a

Hamburger "Landeskonferenz Versorgung"

Die Bundesländer sollen die Gesundheitsversorgung stärker als bisher gestalten können, so sieht es das sogenannte Versorgungsstrukturgesetz aus dem Jahr 2012 vor. Dazu wurde in jedem Bundesland ein sogenanntes „Gemeinsames Landesgremium“ ins Leben gerufen.

In Hamburg nennt sich dieses Gremium „Landeskonferenz Versorgung“. Dort beraten 18 Vertreter verschiedener Bereiche (z.B. Krankenkassen, Krankenhäuser, Ärzte, Patientenorganisationen) über mögliche Verbesserungen an den Schnittstellen von ambulanter und stationärer Versorgung und sprechen dazu gemeinsam Empfehlungen aus. In dem Gremium, das 2013 zum ersten Mal tagte, wirken auch drei Vertreter der Hamburger Ersatzkassen mit. Zu den Themen, die die Landeskonferenz in den Fokus genommen hat, gehören unter anderem die Bekämpfung multiresistenter Keime, die Bedarfsplanung und die Verbesserung des Entlassungsmanagements.

Aus Sicht der Ersatzkassen ist es sinnvoll, dass alle Hamburger Player an einem Tisch zusammenkommen, um über Problemlösungen zu beraten. Das Bundesland hat mehr niedergelassene Ärzte und Krankenhausbetten je Einwohner als die meisten anderen Bundesländer. Vor diesem Hintergrund sind alle Vorschläge, die dazu führen, dass diese wertvollen Ressourcen besser genutzt werden, ein wichtiger Fortschritt für die Patienten. Die Ersatzkassen bauen darauf, dass die Länder, also auch Hamburg, ihre wachsende Gestaltungskompetenz verantwortlich einsetzen werden, gerade auch mit Blick auf die finanzielle Seite von Versorgungsfragen.