Kassenärztlicher Bereitschaftsdienst

Der Kassenärztliche Bereitschaftsdienst bietet Patienten außerhalb der üblichen Praxisöffnungszeiten ambulante medizinische Behandlung. Der Bereitschaftsdienst ist für Erkrankungen gedacht, die noch vor der nächsten Sprechstunde behandelt werden müssen und nicht lebensbedrohlich sind, wie etwa Fieber oder Erbrechen. In Sachsen führt die Bereitschaftsdienstnummer 116 117 zur regionalen Vermittlungsstelle. Diese Vermittlungsstelle koordiniert die Vertretungsärzte, die Hausbesuche durchführen, gibt die offenen Arzt- und Notfallpraxen bekannt und steht in Verbindung mit Rettungsdiensten, Notaufnahmen und Bereitschaftsapotheken.

Für Patienten in Lebensgefahr muss der Notarzt unter der Telefonnummer 112 alarmiert werden.

Portalpraxen

Notaufnahmen in Krankenhäusern sind häufig überfüllt. Viele Menschen suchen sie mit Beschwerden und Erkrankungen auf, bei denen es sich um keine echten medizinischen Notfälle handelt. Um hier die Patienten besser zu steuern und die Notaufnahmen zu entlasten, richtet die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen an einigen Kliniken sogenannte Portalpraxen ein.

In den Portalpraxen empfängt medizinisches Personal des Kassenärztlichen Bereitschaftsdienstes und der Krankenhäuser gemeinsam die Patienten. Diese werden dann je nach Behandlungsbedarf entweder einem Bereitschaftsdienst-Arzt in der Portalpraxis zugewiesen oder einem Arzt im Krankenhaus.

Der vdek war maßgeblich an der Einführung der Portalpraxen in Sachsen beteiligt, die mittlerweile flächendeckend abgeschlossen ist.