Corona-Pandemie

Informationen zur Corona-Impfung in Schleswig-Holstein

Impfdosen

Die größte Hoffnung im Kampf gegen das Coronavirus ist die Impfung. Nach dem Start mit zunächst 15 Impfzentren waren vom 01.03. bis zum 26.09.2021 28 Impfzentren geöffnet, die vom Land in allen Kreisen und kreisfreien Städten eingerichtet wurden. Die Bewohner von stationären Pflegeeinrichtungen wurden von mobilen Teams geimpft, die die Einrichtungen direkt aufgesucht haben.

Aktuell werden zahlreiche mobile Impfteams eingesetzt. Sie bieten Impfungen in Regionen an, in denen es wenig stationäre Impfangebote gibt oder auch in Stadtteilen, in denen überdurchschnittlich viele Bewohner keinen regelmäßigen Kontakt zum Gesundheitswesen haben, weil sie beispielsweise keinen Hausarzt oder keine Krankenversicherung haben, und deshalb als besonders gefährdet für eine COVID-19-Infektion gelten.  

Mittlerweile mehr als 70 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft 

Seit Ostern führten auch niedergelassene Ärzte in ihren Praxen die Corona-Schutzimpfung durch. Hier standen zunächst aber nur etwa 20 Impfdosen pro Woche und Praxis zur Verfügung. Diese Menge hat sich angesichts der zunehmenden Impfstofflieferungen sukzessive erhöht. Die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH) empfiehlt ihren Ärzten, von ihren Patienten zunächst die zuhause Pflegebedürftigen inklusive zweier Kontaktpersonen zu impfen. Mittlerweile beteiligen sich rund 1.500 vertragsärztliche Praxen an der Corona-Impfung. Außerdem gibt es inzwischen landesweit zahlreiche niederschwellige und aufsuchende Impfangebote ohne vorherige Terminvereinbarung.

Nach aktuellen Angaben aus dem Impfdashboard des Bundesgesundheitsministeriums sind mittlerweile mehr als 73 Prozent der schleswig-holsteinischen Bevölkerung mindestens ein Mal gegen COVID-19 geimpft worden. Bis einschließlich dem 13.10.2021 wurden insgesamt 4.116.710 Impfdosen verabreicht. Deutlich mehr als zwei Drittel der Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner (70,4% der Bevölkerung bzw. mehr als zwei Millionen Personen) verfügen schon über einen vollständigen Impfschutz. Abhängig vom Impfstoff ist das zum Teil auch schon nach einer einmaligen Impfung erreicht. Insgesamt sind 2.132.320 Personen bzw. 73,3 Prozent der Bevölkerung mindestens ein Mal gegen Corona geimpft worden.

In welcher Reihenfolge wurden die Menschen geimpft?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut hat Personengruppen festgelegt, die ein besonders hohes Risiko für schwere oder tödliche Krankheitsverläufe haben oder die berufsbedingt ein höheres Erkrankungsrisiko besitzen. Die aktuelle Coronavirus-Impfverordnung der Bundesregierung von 31.03.2021 stützt sich im Wesentlichen auf diese Impfempfehlung der STIKO. Die Verordnung unterscheidet Personen mit höchster Priorität, hoher Priorität und erhöhter Priorität für eine Covid-19-Impfung.

Seit dem 10.05.2021 konnten auch impfberechtigte Personen aus der Prioritätsgruppe 3 laut § 4 Corona-Impfverordnung des Bundes eine Corona-Schutzimpfung erhalten. Der Schwerpunkt der Impfungen verlagerte sich im Laufe des Sommers in die Arztpraxen.  

Die KVSH hatte am 19.05.2021 das Online-Portal www.praxisimpfliste-sh.de freigeschaltet. Hier konnten sich Personen, die 60 Jahre und älter und bereit sind, sich mit AstraZeneca impfen zu lassen, für eine Corona-Impfung registrieren. Die Impfwilligen konnten über eine Namens- und Postleitzahlensuche einen Arzt in Schleswig-Holstein wählen, bei dem sie sich impfen lassen möchten. Die teilnehmenden Praxen riefen die Namen der Interessenten ab, um einen Impftermin zu vereinbaren. Aufgrund der gesunkenen Nachfrage nach Impfterminen hat die KVSH dieses Portal für die Erfassung von Terminanfragen zur Erstellung einer Warteliste derzeit wieder deaktiviert.  

Dezentrale Impfangebote nach Schließung der Impfzentren

Am 07.06.2021 wurde die Priorisierung bei der Vergabe von Impfterminen bundesweit aufgehoben. Damit können sich alle Personen ab zwölf Jahren um einen Impftermin bewerben. In Schleswig-Holstein galt dies aber zunächst nur für die Impfung in den niedergelassenen Praxen. Am 14.06.2021 wurde die Terminvergabe auch für die 28 Impfzentren für alle geöffnet.

Seit Anfang Juni war es in Schleswig-Holstein möglich, sich über das Internet für einen Termin in einem Wunsch-Impfzentrum zu registrieren. Wer so registriert wurde, erhielt automatisch einen Termin zugewiesen, sobald freie Termine verfügbar waren.

Wegen der sinkenden Nachfrage aufgrund der relaativ weit fortgeschrittenen Durchimpfung und angesichts der zahlreichen dezentralen Impfangebote wurden die Impfzentren nach dem 26.09.2021 geschlossen. Neben der Impfung nach Terminvereinbarung in den niedergelassenen Praxen gibt es nach wie vor an verschiedenen Orten offene Impfaktionen sowie zusätzlich temporäre Impfangebote durch mobile Impfteams. Eine entsprechende Übersicht finden Sie unter www.impfen-sh.de

Weiterführende Informationen finden Sie im Internet auf der Corona-Sonderseite der Schleswig-Holsteinischen Landesregierung.

Wer trägt die Kosten?

Die Corona-Impfungen sind freiwillig und für die zu impfenden Personen kostenlos. Der Bund trägt die Kosten für den Impfstoff und das notwendige Zubehör wird von den Bundesländern bezahlt. Die Impfzentren werden zur Hälfte vom jeweiligen Bundesland finanziert. Die andere Hälfte teilen sich die gesetzliche (46,5%) und die Private Krankenversicherung (3,5%).

Lungeninfektion 3D-Illustration