Ausbildungsfinanzierung

Seit dem 1. Januar 2020 sind die bislang getrennten Ausbildungen in der Altenpflege, Kranken- und Kinderkrankenpflege bundesweit zu einer gemeinsamen generalistisch ausgerichteten Pflegeausbildung zusammengefasst.

Mit dem neuen Berufsabschluss „Pflegefachfrau“ oder „Pflegefachmann“ können die examinierten Fachkräfte in allen Pflegebereichen arbeiten.

Mit der Ausbildungsreform wurde auch eine neue Reform der Finanzierung notwendig. Künftig wird die Pflegeausbildung über ein Umlagesystem im Rahmen eines Ausgleichsfonds für die Pflegeberufe verwaltet. Der Ausbildungsfonds wird von der Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung des Freistaates Thüringen - GFAW verwaltet.

Das ändert sich

Die Ausbildungsträger (Träger der praktischen Ausbildung) und die Pflegeschulen erhalten jeweils ein Ausbildungsbudget zur Finanzierung der praktischen und schulischen Ausbildung. Die Höhe der Vergütung wird auf der Landesebene zwischen den Beteiligten der Ausbildung vereinbart.

Die Träger der praktischen Ausbildung erhalten zusätzlich zu den Mehrkosten der Ausbildungsvergütung je Auszubildende bzw. Auszubildenden grundsätzlich 7.950 Euro für 2020 bzw. 8.050 Euro für 2021.

Die Pflegeschulen erhalten je Schülerin bzw. Schüler 7.900 Euro für 2020 und 8.000 Euro für 2021.

Mit den ausgehandelten Pauschalen sind die neuen Ausbildungsstandards des Bundesgesetzgebers finanziell abgesichert.

Die Ausbildungsträger rechnen in 2020 mit ca. 2.400 Ausbildungsverhältnissen. Der Gesamtfinanzierungsbedarf wird voraussichtlich 24,5 Millionen Euro betragen.

Die Reform der Pflegeausbildung soll dazu beitragen, den Beruf attraktiver machen und sicherzustellen, dass die Thüringer Bevölkerung gut versorgt und gepflegt wird.