Qualitätssicherung

Krankenhäuser

Die Krankenhäuser sind verpflichtet, jährlich einen Qualitätsbericht für jeden Standort des Krankenhauses im Internet zu veröffentlichen.

Die Qualitätsberichte sollen der Information von Patienten und Versicherten dienen sowie den einweisenden und im Anschluss an die Krankenhausbehandlung weiter betreuenden Ärzten eine Orientierungshilfe bieten. Krankenkassen können Auswertungen vornehmen und Empfehlungen für ihre Versicherten aussprechen.

Zu den Indikatoren, welche im Internet veröffentlicht werden müssen, gehören beispielsweise die Beweglichkeit nach Erstimplantation von Knie-Endoprothesen, die Zahl der Patientinnen und Patienten, die nach einer solchen Operation erneut operiert werden musste oder die Herz-, Nieren- oder Lebertransplantationen.

Die Qualitätsberichte sind seit dem Berichtsjahr 2013 von den Krankenkassen spätestens zum 31. Januar des dem Erstellungsjahr folgenden Jahres im Internet zu veröffentlichen (Beispiel: Qualitätsbericht für das Jahr 2017 muss spätestens bis zum 31. Januar 2019 von den Krankenkassen veröffentlicht werden).

Informationen aus den Qualitätsberichten der Krankenhäuser und den kompletten Qualitätsbericht zum Downloaden erhalten Sie beim vdek-kliniklotsen.

Sektorenübergreifende Qualitätssicherung

Um eine gleich hohe Qualität in den Bereichen der ambulanten und der stationären Versorgung sicherzustellen, hat der Gesetzgeber den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) verpflichtet, ein Verfahren zur sektorenübergreifenden Qualitätssicherung zu entwickeln.

Zur Umsetzung der Ziele zur sektorenübergreifenden Qualitätssicherung wurde in Thüringen eine Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) zwischen der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen (KVT), der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Thüringen (KZV), der Landeskrankenhausgesellschaft Thüringen (LKG) und den Landesverbänden der Krankenkassen und den Ersatzkassen gegründet.

Thüringen ist damit das erste Bundesland, in welchem eine LAG gegründet wurde.

Als Entscheidungsgremium richtet die LAG ein Lenkungsgremium ein. Dieses ist paritätisch durch Kostenträger und Leistungserbringer besetzt und dem G-BA gegenüber für die ordnungsgemäße Durchführung der Richtlinien und Bestimmungen verantwortlich.

Für die administrative Betreuung und technisch-organisatorische Durchführung bei der Umsetzung der Qualitätssicherungsmaßnahmen wird eine Geschäftsstelle eingerichtet.

Die Mitglieder der LAG verständigten sich darauf, den Sitz der Landesgeschäftsstelle bei der Landesärztekammer Thüringen in Jena (LÄK) anzusiedeln.  

Bereits seit dem 1. Januar 2016 müssen Krankenhäuser und Vertragsärzte Daten für ein therapeutisches Verfahren in der Kardiologie erheben.