Ausschreibung des Hamburger Selbsthilfepreises 2020

Die Ersatzkassen in Hamburg würdigen den besonderen, ehrenamtlichen Einsatz in der gesundheitsbezogenen Selbsthilfe mit dem Hamburger Selbsthilfepreis 2020. Der Preis wird zum vierten Mal vergeben. Bewerbungen für die Auszeichnung, die mit 2.500 Euro dotiert ist, konnten bis zum 24. Februar 2020 eingereicht werden.  

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Teilnahmebedingungen

Gesucht wurden gute Ideen, nachahmenswerte Projekte und besonderes Engagement.

+ Wie etwa bleiben Gruppen über viele Jahre für ihre Mitglieder attraktiv?

+ Wie finden junge Menschen zur Selbsthilfe?

+ Wie unterstützen sich Eltern von betroffenen Kindern?

+ Wo finden pflegende Angehörige zusammen?

 

Teilnehmen konnten:

+ Gesundheitsbezogene Selbsthilfegruppen

+ Einzelpersonen (Betroffene und Angehörige), die in der Selbsthilfe mit Gesundheitsbezug tätig sind

Beine einer Frau und eines Mannes, die sich gegenseiteig die Füße halten

Die Preisträger sollen auf einer Veranstaltung mit Preisverleihung im April 2020 ausgezeichnet werden. Dabei bekommen die Preisträger Gelegenheit, ihre Arbeit vorzustellen.

Die bisherigen Preisträgerinnen und Preisträger

Im Jahr 2011 wurde der Preis erstmals verliehen. Die Auszeichnung wurde in zwei erste Preise aufgeteilt, um sowohl die Lebensleistung einer Einzelperson als auch die innovative Projektidee einer Gruppe zu würdigen.

  • Der erste Preis für eine Einzelleistung mit einer Dotierung von 1000 Euro ging an Reinhard Gielen, einem der Pioniere der Selbsthilfe-Arbeit von psychisch Kranken in der Hansestadt und Mitglied der Selbsthilfegruppe "Bipolare Störungen"
  • Die Regionalgruppe Hamburg des Bundesverbands der Organtransplantierten e.V. erhielt den weiteren ersten Preis, der mit 1.500 Euro dotiert war, für ihr Projekt "Patientenbegegnung am Krankenbett".            
 
Bei der zweiten Verleihung, die 2014 stattfand, wurde die Auszeichnung wie folgt aufgeteilt:
  • 1.500 Euro gingen an die Initiative Autismus e.V., die von Eltern betroffener Kinder gegründet wurde, für ihre engagierte und außerordentlich vernetzte Arbeit.
  • Den mit 1.000 Euro dotierten Preis für die Einzelleistung erhielt die damals 76-jährige Christa Borstelmann, die vor mehr als 40 Jahren zu den Mitgegründern des Hamburger Landesverbands der Deutschen Rheuma-Liga gehörte.           
 
Mit dem Hamburger Selbsthilfepreis 2016 wurden zwei Initiativen geehrt, die sich für junge chronisch kranke Menschen engagieren:
  • Die Selbsthilfegruppe "NetzwerkStatt Krebs", die sich für junge Frauen mit einer Krebserkrankung auch in Hamburg einsetzt, wurde mit einem Preisgeld von 1.500 Euro für ihr Projekt ausgezeichnet, ihre Zielgruppe über passgenaue Internet-Angebote anzusprechen
  • Den mit 1.000 Euro dotierte Preis für die Einzelleistung erhielt die Hamburgerin Michelle Steiner, die an Multipler Sklerose erkrankt ist. Sie gründete die Selbsthilfegruppe "trotz allem bewegend", die Menschen unterstützt, die unter der Doppelbelastung einer körperlichen Erkrankung und einer psychischen Diagnose leiden.