Krankenhausfinanzierung für 2026 vereinbart

Hamburgs Krankenhäuser erhalten rund 2,75 Milliarden Euro für die Behandlung von Patientinnen und Patienten

Die Krankenkassen und die Hamburgische Krankenhausgesellschaft haben sich für 2026 auf einen Finanzrahmen für Krankenhausbehandlungen geeinigt. In herausfordernden Zeiten ist es beiden Seiten gelungen, mit Augenmaß eine Vereinbarung zu schließen. Danach beläuft sich der Durchschnittspreis für Klinikleistungen (der sogenannte Landesbasisfallwert) auf 4.563,89 Euro. Dies entspricht einem Plus von 2,98 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.*

Rund 100 Millionen Euro mehr für die Versorgung im Vorjahresvergleich

Auf dieser Basis haben die Kliniken allein für Klinikbehandlungen insgesamt rund 2,3 Milliarden Euro für die Versorgung der Patientinnen und Patienten erhalten (2025: rund 2,2 Milliarden Euro).

Hinzu kommt, dass die Krankenkassen den Krankenhäusern zusätzlich Kosten für das Pflegepersonal vergüten. Legt man den hierfür vorgesehenen Finanzierungsrahmen zugrunde, erhalten die Hamburger Krankenhäuser für ihre Pflegepersonal-Kosten über 450 Millionen Euro.

Addiert man die Pflegepersonal-Kosten mit den Vergütungen für die Krankenhausbehandlungen, so ergibt sich die Gesamtsumme von rund 2,75 Milliarden Euro, die 2026 von den Krankenkassen an die Krankenhäuser fließt.

Rund 482.200 Patientinnen und Patienten behandelt

Der Landesbasisfallwert eines Bundeslands dient der Berechnung einzelner Fallpauschalen – also jenem Betrag, den ein Krankenhaus den Krankenkassen für einen Behandlungsfall, etwa eine Herz-Operation, eine Geburt oder eine künstliche Beatmung, in Rechnung stellt. Der überwiegende Teil der Klinikleistungen für Patientinnen und Patienten wird nach diesem System bezahlt. Der neue Landesbasisfallwert wird ab 1. Januar 2026 abgerechnet.

Die Milliarden aus dem Landesbasisfallwert sind zweckgebunden für die Vergütung der Krankenhausleistungen – für Investitionen in die Krankenhäuser ist weiterhin das Bundesland Hamburg zuständig. Die Krankenhäuser in der Hansestadt versorgten den aktuellen Zahlen zufolge 2024 rund 482.200 Patientinnen und Patienten. Rund 35 Prozent von ihnen hatten ihren Wohnsitz außerhalb Hamburgs. Nach dem Landesbasisfallwert rechnen in Hamburg 30 Kliniken ab.

 

Kontakt

Stefanie Kreiss
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Landesvertretung Hamburg

Tel.: 0 40 / 41 32 98 - 20
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