Gesund im Pflegeheim

"Gesund im Pflegeheim" Foto einer alten Frau mit grauen Haaren, die mit ihrem Gehstock auf einem Sofa sitzt und weg schaut.

Unter der Dachmarke der Gesunden Lebenswelten setzt sich der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) im Namen und im Auftrag der Ersatzkassen für eine Förderung des Wohlbefindens und der gesundheitsbezogenen Lebensqualität von Bewohnenden in voll- und teilstationären Pflegeeinrichtungen ein.

Um die Gesundheitsressourcen der Bewohnenden von Pflegeeinrichtungen zu stärken und zum Erhalt bzw. Ausbau von Lebensqualität, Wohlbefinden und Selbstbestimmung beizutragen, ist es wichtig, ihren Alltag gesundheitsfördernd zu gestalten. Die vom vdek geförderten Projekte setzen an den strukturellen Rahmenbedingungen der Lebenswelt Pflegeeinrichtung an und ergänzen diese mit verhaltenspräventiven Maßnahmen.

Aktuelle Ausschreibung

Gesundheitsförderung und Prävention für ältere Menschen zum Erhalt von Alltagskompetenzen in stationären Pflegeeinrichtungen

Auch in diesem Jahr freut sich die vdek-Landesvertretung Baden-Württemberg auf die Einreichung innovativer und leitfadenkonformer Projektideen. Die Projekte sollen pflegebedürftige Menschen adressieren und durch Bedarfsorientierung und Partizipation gekennzeichnet sein. Die Projektförderungen können dabei über eine Laufzeit von drei Jahren gefördert werden.

Ein- und Ausschlusskriterien finden Sie im Leitfaden Prävention nach § 5 SGB XI.

Es werden hierbei folgende fünf Handlungsfelder definiert:

  • Ernährung
  • körperliche Aktivität
  • Stärkung kognitiver Ressourcen
  • psychosoziale Gesundheit
  • Prävention von Gewalt
 
 
Die Ausschreibung und den Antrag zur Projektförderung von Projektaktivitäten nach § 5 SGB XI finden Sie nachfolgend:

Die vdek-Landesvertretung Baden-Württemberg berät Sie gerne bei der Planung und Umsetzung eines Präventions- oder Gesundheitsförderungsprojektes in und mit der Kommune. Sprechen Sie uns gerne an.

Die Bewerbungsfrist endet zum 15.01.2022.

Laufende Projekte

ViVO – Vital im Vincentiushaus in Oppenau

Gesundheitsförderung und Prävention für Bewohnende in stationären Pflegeeinrichtungen

Der Umzug in ein Pflegeheim weckt bei pflegebedürftigen Menschen häufig die Angst  zunehmend auf fremde Hilfe und auf Unterstützung in der Verrichtung alltäglicher Tätigkeiten angewiesen zu sein. Um eine größtmögliche Unabhängigkeit der Pflegeheimbewohnenden zu gewährleisten, bedarf es der Erhaltung ihrer Bewegungsfähigkeit. Durch die im Rahmen des Projektes entwickelten mobilitäts- und bewegungsfördernden Maßnahmen, wie beispielsweise kognitives Aktivierungstraining, Armtraining für gehbehinderte Bewohnenden oder leichtes Krafttraining, sollen die Bewohnenden in ihrer Mobilität und Selbstständigkeit bestärkt werden.

Das intern gegründete Projektteam wird im Rahmen einer Befragung den Bedarf der Bewohnenden erheben und mit ihnen gemeinschaftlich ein Konzept für Bewegungsangebote erarbeiten und umsetzen.

Das Projekt und die daraus resultierenden Angebote sollen für alle Bewohnenden im Pflegeheim erreichbar sein. Dabei gilt es, die  vorhandene Bewegungsfähigkeit zu erhalten und durch gemeinsame körperliche Aktivitäten zu stärken. Das Gefühl von Gemeinschaft stellt hierbei einen positiver Nebeneffekt dar.

Die entwickelten Maßnahmen sollen nachhaltig in der Einrichtung etabliert und fortlaufend durch einen internen Qualitätszirkel evaluiert werden. Die Erfahrungen und Ergebnisse aus dem Qualitätszirkel sollen zukünftig in weiteren Einrichtungen und ambulanten Diensten des Trägers Anwendung finden. Zudem werden Bewohnende, ihre Angehörigen und die Mitarbeitenden aktiv in die gesundheitsfördernde Gestaltung des Pflegeheims eingebunden. Ziel des Projektes ist es, die Selbstständigkeit und Lebensqualität der Bewohnenden zu fördern und sie in ihren Alltagskompetenzen zu stärken.

Veröffentlichungen zum Projekt:

Abgeschlossene Projekte

gesund und un-abhängig älter werden

Gesundheitsförderung und Prävention in stationären Pflegeeinrichtungen

Gegenstand des Projektes „gesund und un-abhängig älter werden“ ist die Sensibilisierung und Aufklärung von Bewohnenden (teil-)stationärer Pflegeeinrichtungen sowie deren Angehörigen zu Risiken von Suchtmitteln im Alter.

In enger Zusammenarbeit mit drei kooperierenden Pflegeeinrichtungen und dem Baden-Württembergischen Landesverband für Prävention und Rehabilitation (bwlv) wurden die Bewohnenden dazu angeregt, ihr Verhalten in Bezug auf Suchtmittel zu reflektieren und bei riskantem Konsum frühzeitig Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Zu Projektbeginn wurden die Bedürfnisse und Bedarfe der Bewohnenden zum Thema Suchtprävention erfasst. Im Rahmen einer Vortragsreihe wurden die Bewohnenden bzw. Tagespflegegäste und ihre Angehörigen anschließend zu den Risiken von Suchtmitteln im Alter aufgeklärt und dazu angeleitet, Strategien und Kompetenzen zum reflektierten bzw. bewussten Umgang mit Suchtmitteln zu entwickeln. Des Weiteren wurde ein Informationsblatt zur Arzneimittelsicherheit entwickelt, um die Medikation der Bewohnenden in enger Zusammenarbeit mit den Angehörigen und dem ärztlichen Fachpersonal anzupassen und Wechselwirkungen zwischen Medikamenten stärker einzudämmen. In einem Vorgängerprojekt wurden bereits Pflegekräfte im Rahmen einer Schulung zu Risiken im Umgang mit Alkohol, Schmerz-, Beruhigungs- und Schlafmitteln sensibilisiert.

Um die Erkenntnisse und Ergebnisse des Projektes zu bündeln, wurde ein Handlungsleitfaden zur Früherkennung und Frühintervention von riskantem Suchtmittelkonsum erarbeitet und den beteiligten Einrichtungen zur Verfügung gestellt und vom bwlv veröffentlicht. Dadurch soll das Projekt auch zur Enttabuisierung des Themas „Sucht im Alter“ in der stationären Pflege beitragen.

Informationen zum Projekt: