Ambulante Behandlung

Ambulantes Operieren

Unter einer ambulanten Operation (§ 115 b SGB V) sind bestimmte chirurgische Leistungen zu verstehen, die in einem Krankenhaus ambulant, also ohne Übernachtung erbracht werden.

Zwischen dem GKV-Spitzenverband, der Deutschen Krankenhausgesellschaft und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung wurde der „Vertrag nach § 115 b Abs. 1 SGB V – Ambulantes Operieren und stationsersetzende Eingriffe im Krankenhaus“ (AOP-Vertrag) gemeinsam vereinbart, welcher die Grundsätze für die Abrechnung ambulanter Operationen und stationsersetzender Eingriffe im Krankenhaus enthält.

Zusätzlich gibt es einen Katalog ambulant durchführbarer Operationen. Aus diesem Katalog müssen die Krankenhäuser ihre ambulanten Operationen gemäß § 1 des AOP-Vertrags an die zuständigen Landesverbände der Krankenkassen und den Verband der Ersatzkassen, die Kassenärztliche Vereinigung und den Zulassungsausschuss melden.

Kinderspezialambulanzen

Der Gesetzgeber hat 2009 mit dem Krankenhausfinanzierungsreformgesetz (KHRG) die Möglichkeit einer zusätzlichen Finanzierung von Kinderspezialambulanzen (z. B. in der Kinderchirurgie) geschaffen. Nach § 120 Abs. 1 a SGB V sollen die Landesverbände der Krankenkassen und die Ersatzkassen für die Kinderspezialambulanzen zusätzlich zur ambulanten Vergütung ergänzende Pauschalen vereinbaren, sofern diese erforderlich sind, die ambulante Behandlung von Kindern und Jugendlichen angemessen zu vergüten. 

In Baden-Württemberg liegen für insgesamt 27 Krankenhäuser mit Kinderspezialambulanzen Vereinbarungen über eine ergänzende Pauschale zur Vergütung der Kinderspezialambulanzen vor (Stand: August 2015).