Krebsregister

Auf der Grundlage des Landeskrebsregistergesetzes aus dem Jahre 2006 und der Krebsregisterverordnung aus dem Jahre 2009 wurde in Baden-Württemberg ein Krebsregister Baden-Württemberg eingerichtet. Das Krebsregister Baden-Württemberg hat die Aufgabe, fortlaufend und einheitlich patientenbezogene Daten über das Auftreten und den Verlauf von Krebserkrankungen einschließlich ihrer Frühstadien zu verarbeiten. Dazu wurden räumlich, organisatorisch und personell voneinander getrennte Einrichtungen - eine Vertrauensstelle (VS), eine Klinische Landesregisterstelle (KLR) und ein Epidemiologisches Krebsregister - geschaffen. Gemeinsames Ziel ist es, zur Krebsbekämpfung, zur Verbesserung der Datengrundlage für die Krebsepidemiologie und zum Zwecke der Qualitätssicherung in der Krebsfrüherkennung, -diagnostik und -therapie Daten über Krebserkrankungen zur Verfügung zu stellen. Hierfür sind alle Krankenhäuser, Ärzte, Zahnärzte und Pathologen des Landes verpflichtet, Daten zu Diagnostik, Therapie und Verlauf von Krebserkrankungen zu melden. 

Das Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg hat per Organisationsverfügung vom 14. Februar 2014 die bei der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft eingerichtete KLR und die davor geschaltete, bei der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg eingerichtete VS als Klinisches Krebsregister nach dem Krebsfrüherkennungs- und –registergesetz (KFRG) bestimmt. Die notwendigen Anpassungen des Landeskrebsregistergesetzes sollen zu einem späteren Zeitpunkt vorgenommen werden.