Ersatzkassenforum der Landesvertretungen Rheinland-Pfalz und Saarland

Stadt, Land, Dorf – wie gelingt eine gute zukünftige Gesundheitsversorgung?

Moderne, bezahlbare und zukunftsfeste Strukturen in der Gesundheitsversorgung und in der Pflege – das ist etwas, was wir uns alle wünschen und unter dem doch jeder etwas anderes versteht. Dass Strukturen angepasst werden müssen, ist angesichts des demografischen Wandels, dem Mangel an Fachkräften und knapper finanzieller Ressourcen mittlerweile unstrittig. Gerade in strukturschwächeren Regionen braucht es schlüssige Konzepte, die die einzelnen Versorgungsbereiche besser miteinander vernetzen, Doppelstrukturen vermeiden und, wo möglich, die Ambulantisierung weiter vorantreiben. Aber wie kann das gelingen in Stadt, Land und Dorf? Und wo bleibt bei allen Überlegungen eigentlich die Patientin bzw. der Patient?

Diese und darüber hinausgehende Fragen haben wir mit unseren Gästen bei Ersatzkassenforum 2023 diskutiert.

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Ambulant und stationär zusammen gedacht: Vorschläge der Ersatzkassen für moderne Strukturen in der Gesundheitsversorgung vor Ort

elsner-2020-zitat

Voraussichtlich 317 Milliarden Euro und damit 5,7 Prozent mehr wird die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) nach Berechnungen des Schätzerkreises für die gesundheitliche Versorgung 2024 aufgewendet. Es kommt darauf an, die Beitragsgelder der Versicherten und Arbeitgeber richtig einzusetzen und die Versorgungsstrukturen und –prozesse modern zu gestalten. Dafür brauchen wir ein echtes Miteinander der medizinischen Professionen. Schließlich wollen wir eine hochwertige medizinische und pflegerische Versorgung der Patient:innen unter den Herausforderungen einer alternden Gesellschaft auch zukünftig anbieten.

erklärt Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Ersatzkassen e.V.

Zur Pressemitteilung zum Ersatzkassenforum 2023
  1. Dr. Markus Mai, Pflegekammer RLP
    Im Interview: Dr. Markus Mai

    "Der Pflegeberuf sollte als Alternative zum Medizin- oder Psychologiestudium positioniert werden"

    Diskussionen in der Gesundheitspolitik fokussieren sich häufig auf akute medizinische Versorgung, vernachlässigen jedoch langfristige Pflegebedarfe. Pflege wird als Kostenfaktor betrachtet und nicht als eigenständiger Behandlungsbereich im gesamten Versorgungsprozess. Sie hat die größte Nähe zu den Menschen mit Pflegebedarf und fungiert als wichtige Schnittstelle zwischen verschiedenen Sektoren. » Lesen

  2. Dr. Nadja Moreno, Kassenärztliche Vereinigung
    Im Interview: Dr. Nadja Moreno

    "Digitalisierung ist kein Allheilmittel gegen den Ärztemangel"

    Wir befinden uns aktuell in einer Situation, in der wegweisende Reformen dringend notwendig sind. Immer weniger Arztzeit, immer mehr Bürokratie, fehlender Nachwuchs, die längst überfällige Entbudgetierung etc. zeigen uns, dass es so nicht weitergehen kann. Die Ambulantisierung ist einer von vielen wichtigen Schritten, die nun umgesetzt werden muss. » Lesen

  3. Dr. Oliver Kusch, SPD
    Im Interview: Dr. Oliver Kusch

    "Wir brauchen ein intelligentes Versorgungskonzept, das regionale Lebensumstände mitdenkt"

    Wie in vielen anderen Bereichen stellen Themen wie der Fachkräftemangel oder der demografische Wandel auch die rheinland-pfälzische Gesundheitspolitik vor Herausforderungen. Wir als SPD-Landtagsfraktion arbeiten seit Jahren daran, die medizinische Versorgung in Rheinland-Pfalz auf hohem Niveau zu halten und stetig zu verbessern – in der Stadt wie im ländlichen Raum. » Lesen

Grußwort von Clemens Hoch

Minister für Wissenschaft und Gesundheit in Rheinland-Pfalz

Grußwort von Dr. Magnus Jung

Minister für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit des Saarlandes

Pressemitteilung zum gemeinsamen Ersatzkassenforum der vdek-Landesvertretungen Rheinland-Pfalz und Saarland

Martin Schneider, Leiter vdek-Landesvertretung

Die Ersatzkassen bringen sich vor Ort ein und gestalten die Gesundheitsversorgung in Rheinland-Pfalz und im Saarland aktiv. Wir wollen die Qualität in der Gesundheitsversorgung weiter verbessern und so die Patientensicherheit erhöhen. Hierfür brauchen wir umfassende strukturelle Reformen. Ein „Weiter so“ bringt in Stadt, Land und Dorf niemanden tatsächlich weiter. Daher fordern wir mehr Mut zur Reform in der Gesundheitsversorgung.

sagt Martin Schneider, Leiter der vdek-Landesvertretungen Rheinland-Pfalz und Saarland.

Weitere Informationen zur Veranstaltung in der Pressemitteilung