Palliativversorgung

Mit Wirkung vom 01.04.2007 wurde durch das GKV-WSG als neue Leistung die "Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) eingeführt. Die spezialisierte ambulante Palliativversorgung dient dem Ziel, die Lebensqualität und die Selbstbestimmung schwerstkranker Menschen zu erhalten, zu fördern und zu verbessern und ihnen ein menschenwürdiges Leben bis zum Tod in ihrer häuslichen Umgebung oder in stationären Pflegeeinrichtungen zu ermöglichen.

Dieser neue Leistungsanspruch steht den Palliativpatienten zu, die wegen ihrer nicht heilbaren, fortgeschrittenen Erkrankung eine besonders aufwändige Versorgung benötigen und ambulant versorgt werden können.

Die SAPV ergänzt das bestehende Versorgungsangebot, insbesondere das der Vertragsärzte, Krankenhäuser und Pflegedienste einschließlich der Versorgungsangebote der allgemeinen ambulanten palliativmedizinischen Versorgung (AAPV). Je nach Umfang einer Patienten-Teilversorgung vor allem aber bei der Vollversorgung i. R. der SAPV ersetzt die SAPV die Regelversorgung nach dem SGB V weitgehend oder vollständig.

Gemäß § 132 d SGB V schließen die Krankenkassen unter Berücksichtigung der Richtlinie nach § 37 b SGB V (SAPV-RiLi) Verträge mit geeigneten Einrichtungen oder Personen zur bedarfsgerechten Versorgung mit spezialisierten ambulanten Palliativleistungen.