Ambulante Pflege

Im Rahmen ihres Versicherungsschutzes haben Pflegebedürftige in der häuslichen Pflege einen Anspruch auf Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung. Die ambulante Pflege soll den pflegebedürftigen Menschen helfen, möglichst lange zu Hause ein selbstständiges und selbstbestimmtes Leben zu führen. Ambulante Pflege wird durch fachlich geeignete Pflegekräfte erbracht, die in der Regel bei ambulanten Pflegediensten angestellt sind.

Ambulante Pflegedienste sind selbstständig wirtschaftende Einrichtungen. Um Pflegesachleistungen mit den Pflegekassen abrechnen zu können, benötigen die Pflegedienste einen Versorgungsvertrag gemäß § 72 SGB XI und eine Vergütungsvereinbarung gemäß § 89 SGB XI, welche mit den Landesverbänden der Pflegekassen im Einvernehmen mit dem Sozialhilfeträger abgeschlossen werden können.

Um Versicherte professionell zu pflegen, bedarf es der Zulassung durch die Pflegekassen. Für die Zulassung sind verschiedene Voraussetzungen zu erfüllen, die insbesondere der Qualitätssicherung dienen.

Die Zuständigkeit für die Zulassung von Leistungserbringern der ambulanten Pflege sind für alle Landesverbände der Pflegekassen Sachsen-Anhalts hier hinterlegt.

Dort erhalten Sie auch die Antragsunterlagen. Die Zulassung durch Abschluss eines Versorgungsvertrages gilt für alle Pflegekassen.

Ambulante Pflegedienste, die zusätzlich Leistungen im Bereich Häusliche Krankenpflege und Haushaltshilfe gemäß des § 132, 132 a SGB V abrechnen möchten, benötigen dafür einen Vertrag mit den Ersatzkassen.

Für die Zulassung von ambulanten Betreuungseinrichtungen nach § 71 Abs. 1a SGB XI gelten die „Richtlinien des GKV-Spitzenverbandes nach § 112a SGB XI zu den Anforderungen an das Qualitätsmanagement und die Qualitätssicherung für ambulante Betreuungsdienste“. Die Zuständigkeit für die Zulassung von Leistungserbringern der ambulanten Pflege sind für alle Landesverbände der Pflegekassen Sachsen-Anhalts hier hinterlegt. Dort erhalten Sie auch die Antragsunterlagen. Die Zulassung durch Abschluss eines Versorgungsvertrages gilt für alle Pflegekassen.

Das Leistungskomplexsystem
Pflegebedürftige, die daheim wohnen und Pflegeleistungen durch einen ambulanten Pflegedienst in Anspruch nehmen möchten, wählen die von ihnen benötigten pflegerischen Leistungen ("Leistungskomplexe") gemeinsam mit dem Pflegedienst aus einem Angebotskatalog aus ("Leistungskomplexsystem"). Der ambulante Pflegedienst berät die Pflegebedürftigen in einem Erstgespräch über das Leistungsangebot, erstellt einen Kostenvoranschlag und schließt vor Leistungsbeginn mit den Pflegebedürftigen bzw. deren Bevollmächtigten einen schriftlichen Pflegevertrag über das vereinbarte Leistungsspektrum und die daraus resultierenden Kosten ab (siehe Anlage "Ambulante Leistungskomplexe").

Digitaler Datenträgeraustausch (DTA) nach § 105 SGB XI für ambulante Pflegedienste
Ab 01.07.2021 besteht die Möglichkeit der elektronischen Abrechnung zwischen ambulanten Pflegeleistungserbringern und den Ersatzkassen. Dies betrifft Pflegesachleistungen nach § 36 SGB XI, Beratungsbesuche nach § 37 Abs. 2 SGB sowie die tageweise erbrachten Verhinderungspflege nach § 39 SGB XI (siehe Anlage "Positionsnummernverzeichnis")  

Wenn Sie zu einer Verhandlung auffordern wollen: Ihren Antrag auf ambulante Pflegesatzverfahren nach § 89 SGB XI  inkl. Anträge auf

  • Refinanzierung der Ausbildungsvergütung nach dem Pflegeberufereformgesetz (diese bitte nur postalisch und im Original)
  • Gesundheitliche Versorgung für die letzte Lebensphase § 132g SGB V

richten Sie an die

vdek Landesvertretung Sachsen-Anhalt
Referat Pflege
Schleinufer 12
39104 Magdeburg.

oder per Mail: pflegesatzverhandlungen.sah@vdek.com

Tel.: 03 91/ 5 65 16 - 0
Fax: 03 91/ 5 65 16 - 30

Unterlagen für Zulassungen/Aktualisierungen im Bereich SGB XI richten Sie bitte bei vdek-Zuständigkeit an die vdek Landesvertretung Sachsen-Anhalt.

https://www.aok.de/gp/ambulante-pflege/sgb-xi/rahmenvertraege-empfehlungen