Hausarztzentrierte Versorgung in Baden-Württemberg

Zentrale Schlüsselstelle in der Versorgung der Versicherten ist der Hausarzt. Niemand anderes kennt in der Regel die Krankheitsgeschichte und das Lebensumfeld des Patienten so gut.

Um die so genannte Lotsen-Funktion des Hausarztes zu stärken, hat der Gesetzgeber die Krankenkassen verpflichtet, Verträge zur Hausarztzentrierten Versorgung abzuschließen.

In Baden-Württemberg gibt es daher auch einen Vertrag zur Hausarztzentrierten Versorgung, den die vdek-Landesvertretung gemeinsam für seine Mitgliedskassen mit Ärzteverbänden abgeschlossen hat.

Im Hausärztevertrag wird die Behandlung vom Allgemeinmediziner koordiniert. Er bindet bei Bedarf Fachärzte mit ein und kümmert sich um Ihre Versorgung mit Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln. So sollen zum Beispiel belastende Doppeluntersuchungen vermieden werden. Ist ein Besuch beim Facharzt erforderlich, hilft der Hausarzt, möglichst schnell einen Termin zu bekommen. Teilnehmende Hausärzte müssen sich regelmäßig fortbilden, an Qualitätszirkeln teilnehmen und in ihrer Praxis ein Qualitätsmanagement etablieren. Dafür erhalten sie eine höhere Vergütung als sonst.

Wenn sich Versicherte diese besondere Versorgung auch für sich möchten, können Sie sich von Ihrem Hausarzt zu den Teilnahmebedingungen beraten lassen. Sie müssen sich unter anderem verpflichten, dass Sie – bis auf wenige Ausnahmen – nur mit Überweisung des Hausarztes zum Facharzt gehen. Die Teilnahme ist sowohl für Versicherte als auch für Hausärzte freiwillig.

Allgemein gilt jedoch der Grundsatz, dass der Hausarzt in Zukunft unabhängig von der Teilnahme am Hausarztprogramm eine hochwertige medizinische Versorgung sicherstellt.