Zentrale Prüfstelle Prävention

Seit dem 1. Januar 2014 gibt es die bundesweite Zentrale Prüfstelle, die im Auftrag der beteiligten Krankenkassen und Krankenkassenverbände Präventionskurse hinsichtlich ihrer Förderfähigkeit gemäß § 20 Abs. 1 SGB V prüft.

Gegründet wurde die Zentrale Prüfstelle Prävention von der Kooperationsgemeinschaft zur kassenartenübergreifenden Prüfung von Präventionsangeboten nach § 20 Abs. 1 SGB V.

Dieser Kooperationsgemeinschaft gehören alle Ersatzkassen (BARMER, TK, DAK-Gesundheit, KKH Kaufmännische Krankenkasse, hkk - Handelskrankenkasse und HEK - Hanseatische Krankenkasse), vertreten durch den Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek), die Betriebskrankenkassen, überwiegend vertreten durch den BKK Dachverband e. V., die AOK Bayern, die AOK Rheinland/Hamburg, die AOK NordWest, die AOK Sachsen-Anhalt, die AOK-Hessen, die IKK classic, die IKK Südwest, die BIG direkt gesund, die IKK Brandenburg und Berlin, die Knappschaft sowie die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) an. Im Auftrag der Kooperationsgemeinschaft erfolgt die fachlich fundierte Prüfung von Anbietern und Kursen nach einheitlichen Standards durch die Zentrale Prüfstelle Prävention betrieben durch die Team Gesundheit GmbH mit Sitz in Essen.

Wichtige Eckdaten zur Zentralen Prüfstelle Prävention:

  • Die Zentrale Prüfstelle Prävention prüft Kurse und Anbieter einmal, zentral, bundesweit und kostenfrei. Aufwändige Doppelprüfungen entfallen somit für Anbieter.
  • Die Prüfergebnisse werden von allen beteiligten Krankenkassen grundsätzlich anerkannt und können im positiven Fall bezuschusst werden.
  • Es können ausschließlich Kursprüfungen zur Individualprävention angefragt werden. Eine Prüfung nach § 20a SGB V sowie eine Zertifizierung von Präventionsmaßnahmen im Setting-Ansatz kann nicht beantragt werden.
  • Für eine Kursprüfung laden Anbieter nach erfolgreicher Registrierung ihre Unterlagen auf dem Qualitätsportal www.zentrale-pruefstelle-praevention.de hoch.
  • Nachdem die Anbieter ihre Unterlagen vollständig hochgeladen haben, erhalten Sie zeitnah eine Nachricht (Email), ob das Ergebnis der Kursprüfung positiv oder negativ (inklusive Begründung) ausgefallen ist.
  • Positiv geprüfte Kurse erhalten ein Zertifikat mit dem Siegel Deutscher Standard Prävention.
  • Positive und negative Prüfergebnisse sind in einer zentralen Kursdatenbank bei der Prüfstelle hinterlegt. Die beteiligten Krankenkassen greifen für die Bezuschussung von Kursen wie auch die Zentrale Prüfstelle Prävention für Kursprüfungen gleichermaßen darauf zu.
  • Positiv geprüfte Kurse kann der Versicherte über die Internetseiten der Krankenkassen einsehen und nach PLZ selektieren (sofern eine Versichertenseite auf der Kassenseite eingerichtet ist).
  • Durch die zentrale Kursdatenbank mit den Prüfergebnissen kann einem Versicherten von der Krankenkasse Auskunft gegeben werden, ob ein Kurs bezuschusst werden kann oder nicht.
  • Die Prüfergebnisse sind grundsätzlich bis drei Jahre ab dem Zeitpunkt der Zertifizierung gültig bzw. bis Ablauf der Zusatzqualifikation. Danach erfolgt eine Rezertifizierung der Kurse. Jede Rezertifizierung ist wie jede Kursprüfung kostenfrei. 

Im ersten Halbjahr 2014 werden weiterhin verschiedene Kursdatenbanken einzelner Krankenkassen zusammengeführt. Deshalb werden Anbieter – wie bereits in 2013 – gebeten, ihre Kursdaten zu prüfen und zu bereinigen, d.h. doppelte identische Kurse zu löschen. Je aktueller die Kursdaten in der Kursdatenbank sind, desto besser können Versicherte die Kurse der Anbieter auf den Internetseiten der Kassen finden. Seit dem Start der Prüfstelle nehmen die beteiligten Krankenkassen keine Prüfungen von Präventionskursen mehr vor. Anbieter von Präventionskursen sollen sich deshalb direkt an die Zentrale Prüfstelle Prävention unter www.zentrale-pruefstelle-praevention.de wenden bzw. die Info-Hotline für Anbieter 02 01 / 5 65 82 90 nutzen.

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