Ambulante und stationäre Pflege

Pflegebedürftige Menschen sollen möglichst lange zu Hause leben können. Hierbei helfen ambulante Pflegedienste, die sie in ihrer Wohnung pflegen und hauswirtschaftlich versorgen. Reicht die ambulante häusliche Pflege nicht aus oder kann vorübergehend nicht sichergestellt werden, können die Pflegebedürftigen stationär betreut werden. Das kann teilstationär (tagsüber oder nachts) und im Rahmen einer Kurzzeitpflege vollstationär (ganztägig) erfolgen. Wird die häusliche Betreuung zu schwierig, weil beispielsweise Aufsicht und Hilfe rund um die Uhr benötigt werden, finden die Betroffenen in Pflegeeinrichtungen ein neues Zuhause.

In Sachsen existiert ein umfassendes und vielfältiges Pflegeangebot. Etwa 1100 ambulante Pflegedienste stehen Bedürftigen im Freistaat zur Verfügung. Hinzu kommen mehr als 400 Anbieter der teilstationären Tages- bzw. Nachtpflege. Außerdem gibt es ca. 790 stationäre Einrichtungen inklusive Kurzzeitpflege.

Pflegepersonal-Stärkungsgesetz (PpSG): Vergütungszuschläge für zusätzliche Pflegestellen in vollstationären Pflegeeinrichtungen

Seit 1. Januar 2019 haben stationäre Pflegeeinrichtungen (inklusive Einrichtungen der Kurzzeitpflege) einen gesetzlichen Anspruch auf einen Vergütungszuschlag zur Finanzierung zusätzlicher Stellen im Zusammenhang mit der medizinischen Behandlungspflege (§ 8 Abs. 6 SGB XI).

Alle nach § 72 SGB XI zugelassenen vollstationären Pflegeeinrichtungen sind berechtigt einen Antrag auf Vergütungszuschlag für zusätzliches Personal zu stellen. Der Antrag ist an eine als Pflegesatzpartei beteiligte Pflegekasse oder deren Landesverband bzw. den Verband der Ersatzkassen zu richten.

In Sachsen übernehmen die Ersatzkassen die Antragsprüfung, die Bescheiderteilung und der Auszahlung des Vergütungszuschlages federführend.

Die Bearbeitung der Anträge und Auszahlung der Zuschüsse erfolgt ausschließlich durch die DAK-Gesundheit. Nachstehend erhalten Sie die Ansprechpartnerin und die Kontaktdaten der DAK-Gesundheit für die Umsetzung der o. a. Aufgaben:

Adresse

DAK-Gesundheit
Abt. 0078 30
Jessika Rudi
Nagelsweg 27 - 31
20097 Hamburg

Email: service007830@dak.de

Antragsunterlagen

Die Festlegungen des GKV-Spitzenverbandes und die Antragsunterlagen finden Sie zum Download unter nachfolgenden Links:

Zulassung ambulante und stationäre Pflege

Um Versicherte professionell zu pflegen, bedarf es der Zulassung durch die Pflegekassen.

Die Zuständigkeit für die Zulassung von Leistungserbringern der ambulanten und stationären Pflege liegt in Sachsen bei der AOK PLUS. Dort erhalten sie auch die einzureichenden Antragsunterlagen. Die Zulassung durch Abschluss eines Versorgungsvertrages wirkt unmittelbar gegenüber allen Pflegekassen.

Pflegesatzverhandlungen neue Pflegeeinrichtungen

Pflegesätze, das sind die Kosten für Pflege und soziale Betreuung, werden zwischen den Pflegeeinrichtungen und den Pflegekassen verhandelt.

Senioren treffen sich im Garten, Pflegerin schiebt Frau im Rollstuhl, Mann sitzt auf Parkbank, Frau steht mit Gehhilfe

Die vdek-Pflegesatzverhandler nehmen Antragsunterlagen als zuständige Vertragspartei für die Ersatzkassen entgegen. Sie verhandeln federführend für die Pflegekassen die Pflegesätze für neu zugelassene vollstationäre, teilstationäre und Kurzzeitpflege-Einrichtungen.

Antragsunterlagen

Die Antragsunterlagen finden Sie zum Download unter nachfolgendem Link im Excel-Format:

Adresse

Die Antragsunterlagen senden Sie bitte in elektronischer Form an untenstehende E-Mail-Adresse oder postalisch an:

Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Landesvertretung Sachsen
Referat Pflege
Glacisstrasse 4
01099 Dresden

Ansprechpartnerin

Annett Lotze
Telefon: 0351 / 876 55 35
E-Mail: annett.lotze@vdek.com

Das Leistungskomplexsystem

Bewohner von Pflegeheimen haben "All-inclusive-Pakete" für die Versorgung. Pflegebedürftige, die daheim wohnen und ambulant gepflegt werden, stellen die benötigten pflegerischen Leistungen ("Leistungskomplexe") selber aus einem Angebot ("Leistungskomplexsystem") zusammen.