Aktionsbündnis Inhalativa: Gemeinsam für eine klimabewusste Behandlung von Asthma und COPD
Inhalative Arzneimittel sind ein zentraler Bestandteil der Behandlung von Asthma und COPD. Die Wahl des geeigneten Inhalationssystems richtet sich dabei nach der Erkrankung und den individuellen Voraussetzungen der Patientinnen und Patienten. Zugleich unterscheiden sich die verschiedenen Inhalationssysteme deutlich in ihren Klima- und Umweltwirkungen.
Viele Dosieraerosole enthalten Treibmittel mit hohem Treibhauspotenzial. Inzwischen stehen auch Dosieraerosole mit Treibmitteln mit deutlich geringerem Treibhauspotenzial zur Verfügung. Pulverinhalatoren kommen hingegen vollständig ohne Treibmittel aus und weisen eine geringe Klimawirkung auf.
Eine patientenorientierte, leitliniengerechte und klimabewusste Verordnung kann dazu beitragen, die Klima- und Umweltbelastung durch Inhalativa deutlich zu reduzieren, ohne die Qualität der medizinischen Versorgung zu beeinträchtigen.
Von gemeinsamen Zielen zur praktischen Umsetzung
Das Aktionsbündnis Inhalativa setzt sich dafür ein, eine hochwertige Versorgung von Menschen mit Asthma und COPD mit dem Ziel einer geringeren Klima- und Umweltbelastung zu verbinden. Dazu bringt es Fachleute und Organisationen aus Medizin, Pharmazie, Wissenschaft, Krankenkassen, Selbstverwaltung und weiteren Bereichen des Gesundheitswesens zusammen.
Das Aktionsbündnis ist Teil der Plattform UKAM (Umwelt- und klimafreundliche Arzneimittel und Medizinprodukte) unter dem Dach von KLUG – Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit e. V.
In sechs Teilprojektgruppen werden konkrete Maßnahmen entwickelt und umgesetzt. Dazu gehören die Untersuchung der Verordnungspraxis und bestehender Barrieren, die Entwicklung und Erprobung eines Schulungsinstruments zur sicheren und klimabewussten Anwendung von Inhalativa sowie die Bereitstellung von Informationen über die Klima- und Umweltwirkungen verschiedener Inhalationssysteme. Darüber hinaus arbeitet das Bündnis daran, klimabewusste Therapieentscheidungen langfristig in bestehende Versorgungs- und Schulungsstrukturen zu integrieren.
Grundlage der Zusammenarbeit ist die Gemeinsame Erklärung für eine patienten- und klimabewusste Verordnung von Inhalativa vom 12. Dezember 2024, die von zahlreichen Organisationen und Einzelpersonen unterstützt wird.
Der vdek unterstützt das Aktionsbündnis Inhalativa und wirkt seit September 2025 aktiv in den Teilprojektgruppen mit.
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