Soziale Pflegeversicherung (SPV)

Krankenschwester gibt in Pflegeeinrichtung Medikamente an Rentnerin

AKTUELL: Coronavirus - Informationen im Zusammenhang mit der Pflegeversorgung

06.11.2020 - MDS: Keine Regelprüfungen und persönlichen Hausbesuche während der aktuellen Kontaktbegrenzung

Pressemeldung des MDS vom 06.11.2020 (Für Nachfragen wenden Sie sich bitte an die MDS-Pressestelle)

Vor dem Hintergrund der durch Bundesregierung und Landesregierungen für November beschlossenen Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Infektionszahlen werden keine Qualitätsregelprüfungen in der ambulanten und stationären Pflege durchgeführt. Ebenso finden in dieser Zeit keine persönlichen Hausbesuche zur Feststellung des Pflegegrades statt. Darauf haben sich der GKV-Spitzenverband und die Medizinischen Dienste in Abstimmung mit dem Bundesministerium für Gesundheit und PKV-Verband verständigt. » Lesen

23.09.2020 - Corona und Pflege: MDS aktualisiert FAQ

Meldung des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS) vom 18.09.2020 (Für Nachfragen wenden Sie sich bitte an die MDS-Pressestelle)

  • Wie werden Pflegebedürftige begutachtet?
  • Wie sehen die Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen aus?
  • Wohin wenden sich Versicherte bei Fragen zur Begutachtung?
  • Was gilt für Qualitätsprüfungen in Pflegeeinrichtungen?
  • Was ändert sich für die Indikatorenerhebung in der stationären Pflege?

Auf diese Fragen gibt der MDS Antworten in seinen aktualisierten Corona-FAQ. » Lesen

21.07.2020 - vdek: Sukzessive Wiedereinsetzung der Personaluntergrenzen in den Krankenhäusern richtig

vdek-Pressemitteilung vom 21.07.2020

Der vdek unterstützt das Vorhaben des Bundesministeriums für Gesundheit, die aufgrund der Corona-Pandemie vorübergehend außer Kraft gesetzten Pflegepersonaluntergrenzen sukzessive wieder einzuführen. Die Wiedereinführung soll ab 1. August 2020 mit den wichtigen Bereichen Intensivmedizin und Geriatrie beginnen. » Lesen

18.06.2020 - Pflegeprämie: Ein Tropfen auf den heißen Stein?

Artikel aus ersatzkasse magazin. 3. Ausgabe 2020

Mit dem zweiten Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite ist auch eine einmalige Pflegeprämie in der Altenpflege beschlossen worden. Sie soll Anerkennung sein für den außerordentlichen Einsatz der Berufsgruppe der Pflegefachkräfte in der Coronakrise. Ein gutes Zeichen für in der Pflege tätige Menschen oder eben doch nur der viel zitierte Tropfen auf den heißen Stein? » Lesen

08.04.2020 - Ein Schutzschirm für die Pflege

Artikel aus ersatzkasse magazin. 2. Ausgabe 2020

Die durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 verursachte Pandemie bedroht in besonderem Maße die Gesundheit pflegebedürftiger Menschen. Aufgrund ihres Alters und in der Regel zahlreicher Vorerkrankungen haben diese Menschen ein besonders hohes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf. Da zudem die Versorgung in der Pflege durch eine hohe Zahl persönlicher Kontakte geprägt, ist, sind auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Pflegeeinrichtungen und den Medizinischen Diensten besonders gefährdet. Frühzeitig wurden daher von den Pflegekassen und deren Verbänden zahlreiche organisatorische und finanzielle Maßnahmen vorbereitet und getroffen, um die pflegerische Versorgung einerseits zu sichern und sie andererseits auch sicher(er) zu machen. » Lesen

27.03.2020 - Kostenerstattung für ambulante, teil- und vollstationäre Pflegeeinrichtungen bei COVID-19-bedingten Mehraufwendungen und Mindereinnahmen

Kostenerstattung für ambulante, teil- und vollstationäre Pflegeeinrichtungen bei COVID-19-bedingten Mehraufwendungen und Mindereinnahmen zwischen März 2020 und September 2020 (vom 27.03.2020)

Pflegeeinrichtungen können mithilfe des EXCEL-Formulars (s. u.) ihre Mehraufwendungen und Mindereinnahmen angeben und die Richtigkeit der Angaben erklären. Das ausgefüllte EXCEL-Formular senden Sie dann bitte an die für Sie zuständige Pflegekasse.

Auf dieser Grundlage zahlen die Pflegekassen die entsprechenden Erstattungsbeträge aus.

25.03.2020 - COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetz: Maßnahmen im pflegerischen Bereich

vdek-Pressemitteilung vom 25.03.2020

Zahlreiche Maßnahmen zur Krankenhausentlastung sind auch in der Pflege vorgesehen. Die Prüfung der Pflegebedürftigkeit wird auf der Basis der zur Verfügung stehenden Unterlagen (Aktenlage) in Kombination mit strukturierten Interviews erfolgen. Auf eine umfassende persönliche Untersuchung wird zum Schutz dieser Personengruppe vorläufig bis zum 30. September 2020 verzichtet. Wiederholungsbegutachtungen werden ausgesetzt. » Lesen

 

19.03.2020 - Pflegeversorgung: Koordination auf Landesebene notwendig

MDS-Pressestatement vom 19.03.2020 (Für Nachfragen wenden Sie sich bitte an die MDS-Pressestelle)

Erklärung des MDS-Geschäftsführers Dr. Peter Pick zum heutigen Ministergespräch zur Entlastung der pflegerischen Versorgung aufgrund der Corona-Pandemie: Eine spürbare Entlastung für die bundesweit über 25.000 Pflegeeinrichtungen (die MDK beschäftigen dort 3.500 Pflegekräfte) soll die befristete Aussetzung der jährlichen Qualitätsprüfungen in Einrichtungen sowie der Verzicht auf die persönliche Pflegebegutachtung Pflegebedürftiger zur Einstufung in die Pflegegrade bringen. Vorstellbar seien auch weitere Maßnahmen wie die Unterstützung der Gesundheitsämter vor Ort durch MDK-Mitarbeiter bei der Nachverfolgung von Infektionsketten. » Lesen

18.03.2020 - Schutz der Versicherten hat Vorrang – körperliche Untersuchungen durch Medizinischen Dienst ausgesetzt

MDS-Pressemitteilung vom 18.03.2020 (Für Nachfragen wenden Sie sich bitte an die MDS-Pressestelle)

Um Infektionsketten zu unterbrechen, das Fortschreiten der Pandemie zu verlangsamen und so eine Überforderung des Gesundheitssystems zu verhindern, setzen die Medizinischen Dienste der Krankenversicherung (MDK) jedwede Form der körperlichen Untersuchung besonders verletzlicher Personengruppen wie pflegebedürftiger Menschen aus. » Lesen

  1. 3D Illustration - Corona Virus
    COVID-19

    AKTUELL: Coronavirus - Informationen und Empfehlungen

    Der vdek informiert über aktuelle Entwicklungen, Hintergründe und Empfehlungen zur Corona-Pandemie hinsichtlich ausgewählter Informationen für die Ersatzkassen (TK, BARMER, DAK-Gesundheit, KKH, hkk, HEK) und für die weiteren GKV-Verbände. » Lesen

 

Die soziale Pflegeversicherung (SPV) wurde mit dem Pflegeversicherungsgesetz im Jahr 1995 als fünfte Säule der Sozialversicherung eingeführt (SGB XI). Alle gesetzlich Krankenversicherten sind automatisch auch in der sozialen Pflegeversicherung versichert und profitieren im Pflegefall von deren Leistungen.

Die Leistungen der sozialen Pflegeversicherung

Die Leistungen der Pflegeversicherung richten sich grundsätzlich nach der Schwere der Pflegebedürftigkeit des Versicherten. Die Pflegebedürftigkeit wird im Rahmen einer Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) festgestellt. Die Leistungsansprüche ergeben sich aus der Einstufung des Versicherten in einen von fünf Pflegegraden. Die Leistungen bei Pflegegrad 1 umfassen vor allem Beratungs- und Entlastungsleistungen. Daher wird der Pflegegrad 1 oft als „Präventionspflegegrad“ bezeichnet. In den Pflegegraden 2 bis 5 besteht der Anspruch auf umfangreiche Geld- und Sachleistungen zur Sicherstellung der Pflege.

Rückblick

Mit dem zweiten Pflegestärkungsgesetz (PSG II) wurden sowohl der Pflegebedürftigkeitsbegriff, als auch das Einstufungssystem mit Wirkung zum 01.01.2017 reformiert. Die zuvor bestehenden drei Pflegestufen wurden durch fünf Pflegegrade ersetzt. Zudem ist die gesonderte Feststellung einer eingeschränkten Alltagskompetenz in den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff eingeflossen. Dadurch soll eine leistungsrechtliche Gleichstellung somatisch, kognitiv und psychisch beeinträchtigter Menschen ermöglicht und die enge Fokussierung auf körperliche Beeinträchtigungen überwunden werden. Bereits zum 01.01.2015 waren die Leistungsansprüche besonders für demenziell Erkrankte mit dem ersten Pflegestärkungsgesetz (PSG I) ausgeweitet worden.

Qualitätssicherung und Transparenz

Das Pflege-Weiterentwicklungsgesetz aus dem Jahr 2009 verfolgte das Ziel, die Qualität der pflegerischen Versorgung zu verbessern, die Qualitätssicherung und die Qualitätsentwicklung zu stärken und mehr Transparenz zu schaffen. Zu den Instrumenten, die seitdem entwickelt wurden, zählen die Expertenstandards in der Pflege, die regelmäßigen Qualitätsprüfungen von Pflegeeinrichtungen sowie die Einführung von Pflegenoten. Die Pflegenoten sollen den Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen eine einfache Orientierung über die Qualität von Pflegeeinrichtungen bieten.

Die vdek-Versorgungsverträge

Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) schließt auf Landesebene über die vdek-Landesvertretungen Versorgungsverträge für die vollstationäre, teilstationäre oder ambulante Pflege ab und nimmt damit eine aktive, gestalterische Rolle in der Pflegeversicherung ein. Außerdem veröffentlicht der vdek die Pflegenoten (Transparenzberichte) für die einzelnen Anbieter auf seinem Webportal www.pflegelotse.de und schafft so für Versicherte zusätzliche Transparenz. Im Rahmen des Datenaustauschs stellt der vdek Strukturdaten für das Abrechnungsverfahren bereit.

  1. Pflegerin und Seniorin lächelnd beim Hausbesuch, Schriftzug: Expertenstandards Pflege

    Expertenstandards in der Pflege

    Um die Qualität in Gesundheits- und Altenhilfeeinrichtungen spürbar zu verbessern, sollen neben betriebsinternen Pflegestandards auch von Pflegeexperten entwickelte evidenzbasierte Qualitätsinstrumente in die Pflegepraxis einfließen. » Lesen

  2. Eine ältere Dame wird von einem Mann im Rollstuhl geschoben

    Der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff

    Mit dem zweiten Pflegestärkungsgesetz (PSG II) wurde am 1. Januar 2017 ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff eingeführt. Zudem haben fünf Pflegegrade die vorherigen drei Pflegestufen abgelöst. » Lesen

  3. E9_2018_spv_leistungen_nach_pflegegraden_2019_tabelle

    Pflegeleistungen

    Die Pflegeleistungen richten sich seit 1. Januar 2017 nach der neuen Einstufung in fünf Pflegegrade. Eine Tabelle zeigt die Leistungsbeiträge im Überblick. » Lesen

  4. vdek-pflegelotse-siegel-2020

    Der vdek-Pflegelotse - Suchportal für Pflegeeinrichtungen

    Der Pflegelotse wurde vom vdek im Auftrag der Ersatzkassen als Beitrag zur Transparenz in der Pflege aufgebaut und 2020 zum vierten Mal in Folge vom Fernsehsender n-tv und dem Deutschen Institut für Service-Qualität (DISQ) mit dem Preis „Deutschlands beste Online-Portale“ ausgezeichnet. Die Suchmaschine www.pflegelotse.de umfasst ca. 28.000 Pflegeeinrichtungen bundesweit. Außerdem veröffentlicht der vdek über dieses Portal die Pflegenoten. » Lesen

  5. Ein Sitzungstisch, auf dem Stift, Papier und Brille liegen

    Versorgungsverträge, Vergütungszuschläge und Datenaustausch im Pflegebereich

    Um Leistungen nach § 36 SGB XI mit den Pflegekassen abrechnen zu können, benötigen Pflegeeinrichtungen eine Zulassung. Dazu schließen die Leistungserbringer mit den regionalen Pflegekassen Versorgungsverträge ab. Um den Datenaustausch zu gewährleisten, sind die Leistungserbringer verpflichtet, maschinenlesbare Abrechnungsunterlagen zu verwenden. » Lesen

Mehr zum Thema Pflege

SPV - Leistungsempfänger, ambulant und stationär, 2005 bis 2019
Jahrambulantstationär
20051.309.506642.447
20061.310.473658.919
20071.358.201671.084
20081.437.146682.892
20091.565.451700.509
20101.614.100715.282
20111.640.516720.954
20121.715.952737.295
20131.832.850750.386
20141.951.302761.957
20152.065.997769.866
20162.167.607788.813
20172.522.066779.933
20182.905.325780.064
20193.141.471858.284
  1. mehrwert-pflege-thumb

    MEHRWERT:PFLEGE

    Mit Inkrafttreten des Pflegepersonal-Stärkungsgesetzes zum 01.01.2019 wurde der Auftrag der gesetzlichen Krankenkassen bekräftigt, die betriebliche Gesundheitsförderung in Krankenhäusern, (teil-) stationären Pflegeeinrichtungen und ambulanten Pflegediensten zu stärken. Das Ersatzkassen-Angebot MEHRWERT:PFLEGE unterstützt Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen mit einer Prozessberatung zur psychischen und physischen Verbesserung der Gesundheit aller Beschäftigten. » Lesen

  1. Eine Pflegerin hilft einem älteren Herren beim Aufstehen

    Ambulante Pflege

    Pflegebedürftige haben bei häuslicher Pflege Anspruch auf körperbezogene Pflegemaßnahmen, pflegerische Betreuungsmaßnahmen sowie Hilfe bei der Haushaltsführung. Ambulante Pflegeeinrichtungen (Pflegedienste) erbringen diese Leistungen unter ständiger Verantwortung einer ausgebildeten Pflegefachkraft in der häuslichen Umgebung des Pflegebedürftigen. » Lesen