Krankenhäuser

Krankenhausfinanzierung

Die Krankenhausfinanzierung erfolgt in Deutschland nach dem dualistischen Prinzip: Die Bundesländer sind für die Investitionsfinanzierung zuständig, während die Krankenkassen alle Kosten tragen, die für die Behandlung von Patienten anfallen.

Die Vergütung der Behandlung richtet sich nach dem DRG-System, für das jedes Jahr eine Fallpauschalenvereinbarung zwischen der Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), dem GKV-Spitzenverband (GKV-SV) und dem Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) getroffen wird. Der Basispreis für die einzelnen DRG-Leistungen wird seit 2005 durch die Landesbasisfallwerte festgelegt, die von den Krankenhausgesellschaften und Krankenkassen jährlich auf Landesebene ausgehandelt werden.

Für den Bereich der Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik gilt seit 2013 ein eigenes PEPP-System, das sich an dem Muster des bestehenden DRG-Systems orientiert. Die Krankenkassen bieten die Abrechnung über das PEPP-System seit dem 1.1.2013 an, für die Umstellung der Krankenhäuser auf das neue System gelten Übergangsregelungen.

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Krankenhausplanung

Der zunehmende Wettbewerb durch das DRG- und PEPP-System und im Bereich der ambulanten Behandlung im Krankenhaus steht zunehmend im Konflikt mit der Krankenhausplanung und der Investitionsfinanzierung, die durch die Bundesländer erfolgt. Dies zeigt sich insbesondere in der mangelnden Investitionsförderung der Krankenhäuser.

Ambulante Behandlung

Mit dem Inkrafttreten des GKV-Versorgungsstrukturgesetz (GKV-VStG) zum 01.01.2012 wurde der Bereich der ambulanten Behandlung im Krankenhaus grundlegend reformiert. Mit der spezialfachärztlichen Versorgung nach § 116b wurde ein einheitlicher Wettbewerbsrahmen für Krankenhäuser und niedergelassene Ärzte bei der Diagnostik und Behandlung komplexer, schwer therapierbarer Krankheiten geschaffen.

Krankenhauspersonal vor den Operationssälen

Fokus Krankenhausreform

Im Mai 2015 hat das BMG einen Referentenentwurf zu einem Krankenhaus-Strukturgesetz vorgelegt. Der vdek bündelt seine Informationen zum Thema auf einer Fokus-Seite.

Qualitätssicherung

Jedes nach § 108 SGB V zugelassene Krankenhaus ist zur internen wie externen Qualitätssicherung verpflichtet.

Dabei sind die Krankenhäuser gemäß § 135a i. V. m. § 137 SGB V zur Teilnahme an der externen vergleichenden Qualitätssicherung verpflichtet. Für die Umsetzung der externen Qualitätssicherung gemäß § 137 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1 SGB V vereinbaren die Vertragspartner auf der Landesebene Zuschläge, die zur Finanzierung der Qualitätsbüros bzw. der Projektgeschäftsstellen notwendig sind.

Im Rahmen der internen Qualitätssicherung sind die Krankenhäuser nach § 137 Abs. 3 S. 1 Nr. 4 SGB V verpflichtet, jedes Jahr einen strukturierten Qualitätsbericht zu erstellen. Die strukturierten Qualitätsberichte werden über verschiedene Klinik-Suchmaschinen auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Datenaustausch

Gemäß §301 SGB V sind die nach § 108 zugelassenen Krankenhäuser verpflichtet, den Krankenkassen Angaben zur Krankenhausbehandlung im Wege elektronischer Datenübertragung oder maschinell verwertbar auf Datenträgern zu übermitteln. Der vdek stellt für den Datenaustausch zwischen Krankenhäusern und Ersatzkassen entsprechende Programmiervorgaben, Technische Anlagen, Informationsstrukturdaten, Checklisten und Testfalldokumentationen bereit.

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