Selbstverwaltung in der gesetzlichen Krankenversicherung

Mitglieder der Selbstverwaltung stimmen auf einer vdek-Mitgliederversammlung ab

Mitglieder der Selbstverwaltung stimmen auf einer vdek-Mitgliederversammlung ab

Die Selbstverwaltung ist tragendes Prinzip der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland. Die Gesundheitsversorgung wird hier im Gegensatz zu anderen Ländern nicht ausschließlich durch den Staat sichergestellt, sondern die Versicherten entscheiden selbst durch ihre in die Verwaltungsräte der Kassen gewählten Vertreter über wesentliche Belange der Krankenversicherung mit.

Die Mitgliederversammlung ist mit ihren 36 ehrenamtlichen Vertretern der Versicherten und der Arbeitgeber das wichtigste Organ der sozialen Selbstverwaltung der Ersatzkassengemeinschaft. Die Vertreter der sozialen Selbstverwaltung werden alle sechs Jahre von den Mitgliedern der Ersatzkassen bei den Sozialwahlen gewählt. Sozialwahlen finden bei allen Sozialversicherungsträgern statt, also zum Beispiel auch bei der Rentenversicherung und der Unfallversicherung. Die letzten Sozialwahlen fanden 2017 statt, die nächsten Sozialwahlen sind 2023.

Gruppenfoto vdek-Mitgliederversammlung Wahlperiode 2017-2023

Die Mitgliederversammlung stellt sich vor

Die Mitgliederversammlung ist das zentrale Gremium der Selbstverwaltung der Ersatzkassengemeinschaft. Die sechs Ersatzkassen sind hier durch 36 Vertreter repräsentiert, die alle sechs Jahre bei den Sozialwahlen gewählt werden. » Lesen

Online-Sozialwahlen 2023

Die Selbstverwaltung der Ersatzkassen befürwortet das Ziel der Bundesregierung, im Rahmen der Digitalstrategie den digitalen Wandel zu gestalten und unterstützt ausdrücklich den Vorschlag der Bundeswahlbeauftragten für die Sozialwahlen Rita Pawelski zur Einführung von optionalen Onlinewahlen bei den Sozialversicherungswahlen 2023. In einem offenen Brief wenden sich die Interessensvertreter der rund 28 Millionen Versicherten an die Bundeskanzlerin.

Titelblatt-Schreiben-Online-Wahlen-Bundeskanzleramt

Online-Wahlen Offener Brief an die Bundeskanzlerin

Ein Schreiben der Ersatzkassen vom 21.11.2019 an Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Einführung von Online-Wahlen bei den Sozialversicherungswahlen ab 2023.

Eine Million Wähler mehr: Sozialwahl 2017 bei Rentenversicherung und Ersatzkassen mit großem Zuwachs

15,3 Millionen Versicherte der Ersatzkassen und der Deutschen Rentenversicherung haben bei der Sozialwahl 2017 ihre Stimme abgegeben – über eine Million mehr als bei den letzten Wahlen 2011. Im Jahr 2011 konnten die Ersatzkassen in ihren Urwahlen die Zahl der abgegebenen Stimmen um 855.000 Stimmen auf 6,44 Millionen Stimmen steigern. Die durchschnittliche Wahlbeteiligung der Ersatzkassen lag 2017 bei 30,47 Prozent. Für die Vertreter der Selbstverwaltung bei den Ersatzkassen bedeuten diese guten Ergebnisse ein starkes Mandat für ihre ehrenamtliche Arbeit im Interesse der Versicherten in den nächsten sechs Jahren.

Insgesamt waren bei den Ersatzkassen 21,3 Millionen Versicherte wahlberechtigt. Dies waren 3,2 Millionen Versicherte mehr, als bei der vorhergehenden Wahl 2011 mit 18,1 Millionen Wahlberechtigten. Hier zeigt sich der starke Zuwachs an Versicherten für die Ersatzkassen in den vergangenen Jahren. Die neu gewählten Vertreterversammlungen und Verwaltungsräte haben für die neue Wahlperiode der Selbstverwaltung bis 2023 inzwischen ihre Arbeit aufgenommen. Die Arbeit der Gremien hat großes Gewicht: Ihre ehrenamtlichen Mitglieder verabschieden die milliardenschweren Haushalte der Ersatzkassen und entscheiden in wichtigen Fragen mit, wenn es um den Kurs der Sozialversicherungsträger geht.

Die Sozialwahl ist nach der Bundestags- und Europawahl die drittgrößte Wahl in Deutschland. 2017 fand sie zum zwölften Mal statt, der nächste Termin ist 2023.

Video "Soziale Selbstverwaltung - so funktioniert's":

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