Heilmittelversorgung

Masseur und Patient

AKTUELL: Coronavirus - Informationen im Zusammenhang mit der Heilmittelversorgung

01.10.2020 - GBA-Grundlagenbeschluss zur Geltungsdauer von Heilmittelverordnungen

GBA-Meldung vom 01.10.2020 (Für Nachfragen wenden Sie sich bitte an die GBA-Pressestelle)

Folgender Beschluss vom 17. September 2020 wurde im Bundesanzeiger veröffentlicht und tritt am 1. Oktober 2020 in Kraft:

COVID-19-Epidemie: Grundlagenbeschluss zur Ermöglichung befristeter regionaler Ausnahmeregelungen, Verlängerung und Anpassung bundesweiter Sonderregelungen zur Genehmigung von Krankentransporten und der Geltungsdauer von Heilmittelverordnungen

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18.06.2020 - Heilmittel-Schutzschirm: Effektive und unbürokratische Unterstützung

Artikel aus ersatzkasse magazin. 3. Ausgabe 2020

Mit der COVID-19-Versorgungsstrukturen-Schutzverordnung (COVID-19-VSt-SchutzV) hat die Bundesregierung einen Schutzschirm unter anderem auch für die Heilmittelbringer aufgespannt. Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) stellt in dem Zuge für die Sicherstellung der Versorgung mit Heilmitteln und die Unterstützung der Heilmittelerbringer rund eine Milliarde Euro zur Verfügung. » Lesen

20.05.2020 - Schutzschirm für Heilmittelerbringer: Ausgleichszahlung soll coronabedingte Einbußen kompensieren

Die Bundesregierung hat für die rund 70.000 Heilmittelerbringer in Deutschland einen Schutzschirm aufgespannt. Physiotherapeuten, Sprachtherapeuten, Ergotherapeuten, Podologen und Ernährungstherapeuten, die aufgrund der COVID-19-Pandemie Einnahmeausfälle verzeichnen, können ab dem 20. Mai 2020 eine Ausgleichszahlung beantragen. Für die Auszahlung sind die Arbeitsgemeinschaften Heilmittelzulassung (ARGE) in den Bundesländern zuständig. Der Antrag ist bis zum 30. Juni 2020 (Eingang bei der ARGE) in elektronischer Form zu stellen.

Weitere Informationen:

05.05.2020 - COVID-19-Versorgungsstrukturen-Schutzverordnung tritt in Kraft

05.05.2020: COVID-19-Versorgungsstrukturen-Schutzverordnung tritt in Kraft

Zur Überbrückung der finanziellen Auswirkungen der infolge der COVID-19-Epidemie verminderten Inanspruchnahme von Leistungen der Zahnärzte, Heilmittelerbringer und Einrichtungen des Müttergenesungswerks oder gleichartigen Einrichtungen sowie zur Pflegehilfsmittelversorgung werden befristete Abschlags- bzw. Ausgleichszahlungen gewährt. » Lesen

3D Illustration - Corona Virus

Stand: 22.01.2021 Regelungen für den Heilmittelbereich aufgrund der COVID-19-Pandemie

gültig ab 01.01.2021

Versicherte haben nach § 32 SGB V Anspruch auf Versorgung mit Heilmitteln, soweit sie nicht nach § 34 SGB V ausgeschlossen sind. Zu den Heilmitteln zählen Maßnahmen der Physikalischen Therapie, der Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie, der Ergotherapie sowie der Podologischen Therapie.

Abrechnungsverfahren

Die Leistungserbringer von Heil- und Hilfsmitteln sind verpflichtet, den Krankenkassen die Abrechnungen im Wege elektronischer Datenübertragung oder maschinell verwertbar auf Datenträgern zu übermitteln. Form und Inhalt des Abrechnungsverfahrens haben die gesetzlichen Krankenkassen einheitlich in Richtlinien beschrieben.

Allgemeine Richtlinien und Empfehlungen

Die Versorgung der Versicherten mit Heilmitteln wird durch die Heilmittel-Richtlinie gesichert, die vom Gemeinsamen Bundesausschuss beschlossen wird und verbindlichen Charakter hat. Innerhalb des in der Heilmittel-Richtlinie beschriebenen Leistungsrahmens regeln die Rahmenempfehlungen die Details für eine einheitliche Versorgung. Die Rahmenempfehlungen werden von den maßgeblichen Spitzenverbänden und Organisationen beschlossen. 

Verträge und Vergütung

Nach Maßgabe der Rahmenempfehlungen hat der vdek als Bevollmächtigter seiner Mitgliedskassen Rahmenverträge über die Einzelheiten der Versorgung mit Heilmitteln, über die Preise, deren Abrechnung und die Verpflichtung der Leistungserbringer zur Fortbildung mit den Berufsverbänden der Leistungserbringer geschlossen. Sie sind Voraussetzung für die Versorgung der Versicherten mit Heilmitteln und für die Abrechnung der erbrachten Leistungen mit den Mitgliedskassen. 

Zulassung und Weiterbildung

Jeder Anbieter von Heilmitteln bedarf einer Zulassung nach § 124 SGB V. Seit dem 01.09.2019 gibt es ein deutlich vereinfachtes Zulassungsverfahren für Heilmittelerbringer. Die Leistungserbringer können sich für ihre Zulassung, für Datenänderungen oder Fragen zur Abrechnungsbefugnis für die Zertifikatsposition in der Physiotherapie in den Ländern an zentrale Zulassungsstellen der GKV wenden. Träger der Zulassungsstellen sind Arbeitsgemeinschaften (ARGEn) der Landesverbände der Krankenkassen und der Ersatzkassen.  Eine Übersicht regional zuständiger Zulassungsstellen und deren Kontaktdaten finden Heilmittelerbringer unter: www.zulassung-heilmittel.de.

GKV - Heil- und Hilfsmittel, in Milliarden Euro, 2014 bis 2019
JahrHeilmittelHilfsmittel
20145,697,44
20156,107,63
20166,487,82
20176,768,07
20187,588,44
20198,729,00

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