Zeitgerechte Termine in Arztpraxen

Arzttermine: Interessen der Patientinnen und Patienten sollten im Zentrum stehen

Zur Kritik seitens der Vertreterinnen und Vertreter ärztlicher Organisationen erklärt Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek):

„In den Reaktionen der Vertreterinnen und Vertreter der Ärzteschaft zu den Vorschlägen des vdek bleibt das adressierte Problem unwidersprochen. Nach wie vor ist der Zugang für Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu Ärztinnen und Ärzten bestimmter Fachrichtungen nicht zufriedenstellend.

Es gibt viele Praxen, die gut erreichbar sind und viele Sprechstunden und Videokonsultationen anbieten. Bei anderen warten Patientinnen und Patienten zum Teil mehrere Monate auf einen Termin. Gleichzeitig ist das ärztliche Honorar jährlich gestiegen – 2024 werden die Versicherten und Arbeitgeber von ihren GKV-Beiträgen 50 Milliarden Euro für die ärztliche Versorgung ausgeben.

Die Ersatzkassen sehen ihren Vorstoß für mehr und schnellere Termine als konstruktiven Vorschlag an, mit konkreten Maßnahmen Abhilfe zu schaffen. Diese beinhalten die Erhöhung der Mindestsprechstundenzeiten für GKV-Versicherte über die bisherigen 25 Stunden hinaus, Online-Terminbuchungen für Patientinnen und Patienten sowie Videosprechstunden und Telekonsilien. Zusätzlich haben wir eine Reihe von Vorschlägen gemacht, die Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen bei Patientinnen und Patienten bekannter zu machen und den Service zu verbessern.

Wir bieten Lösungsvorschläge für einen besseren Zugang für Patientinnen und Patienten zur ambulant-ärztlichen Versorgung. Nun braucht es eine inhaltliche Debatte und keine Polemik.“

» Das vollständige Forderungspapier steht hier zur Verfügung.

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