Aktuelle Ausgabe ersatzkasse magazin.: Inklusion und Teilhabe sowie Bundestagswahl: Was ist in der Gesundheitspolitik zu erwarten?

Die Bundestagswahl 2017 ist ein Einschnitt in die Parteienlandschaft. Die großen Parteien haben deutlich verloren, die kleinen zum Teil deutlich gewonnen, alles deutet auf eine Jamaika-Koalition hin. Was bedeutet das für die Gesundheitspolitik? Da die grundlegenden Vorstellungen von Union, FDP und den Grünen zur Ausgestaltung des Gesundheitswesens teilweise erheblich divergieren, ist mit grundlegenden Strukturreformen weniger zu rechnen. An Herausforderungen indes mangelt es nicht. ersatzkasse magazin. wirft einen Blick auf die drängenden Themen. Dazu zählt insbesondere die Reform des morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs (Morbi-RSA) und damit verbunden die Schaffung fairer Wettbewerbsbedingungen innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).

Mit der Unterzeichnung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen (UN-BRK) hat sich Deutschland vor knapp zehn Jahren verpflichtet, die politische, wirtschaftliche, soziale und gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen zu verwirklichen. Damit bekennt sich Deutschland zur umfassenden Inklusion von Menschen mit Behinderungen. Doch wo stehen wir in der Umsetzung? Ein Schwerpunkt liege auf der Förderung der beruflichen Teilhabe am Arbeitsleben, hier seien bereits viele Projekte erfolgreich umgesetzt worden, wie Gabriele Lösekrug-Möller, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, in ersatzkasse magazin. aufzeigt. Das Bundesgesundheitsministerium betont das Präventionsgesetz, das wichtige Rahmenbedingungen auf den Weg gebracht habe, um auch das gesundheitsförderliche Verhalten bei Menschen mit Behinderungen zu stärken.

Für Prof. Dr. Reinhard Burtscher ist Inklusion kein Ziel, sondern ein Prozess. Er ist Professor für Heilpädagogik an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin (KHSB) und beschäftigt sich vor allem mit der Teilhabeforschung und der Frage, wie man Teilhabechancen für Menschen mit Behinderungen verbessern kann. "Inklusion ist eine Querschnittsaufgabe", betont er im Interview mit ersatzkasse magazin. Sie betreffe alle Politikbereiche, und da sei man noch eher am Anfang.

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