Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL)

Visitenkarte mit IGEL Schriftzug

Im ambulanten Bereich können Ärzte mit einer Kassenzulassung ("Vertragsärzte") neben Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) auch weitere Leistungen gegen gesonderte Rechnung erbringen. GKV-Versicherte müssen solche Leistungen selbst bezahlen, sofern sie nicht zusätzlich privat versichert sind. Seit einigen Jahren werden diese privatärztlichen (Selbstzahler-) Leistungen auch "IGeL" (=Individuelle Gesundheits Leistungen) genannt.

Eine medizinische Leistung ist dann sinnvoll, wenn sie notwendig ist und der Nutzen den Schaden überwiegt. Unter IGeL können sich im Einzelfall medizinisch sinnvolle Leistungen befinden, die jedoch nicht von dem GKV-Leistungskatalog umfasst sind. Krankenkassen dürfen eine ärztliche Leistung nur dann bezahlen, wenn sie in dem GKV-Leistungskatalog aufgeführt ist. Das ist immer der Fall, wenn die Qualität und Wirksamkeit der ärztlichen Leistung dem allgemein anerkannten Stand der medizinischen Erkenntnisse entspricht und sie die Vorgaben des  Wirtschaftlichkeitsgebots erfüllt, also „ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich“ ist.

 

IGeL umfassen aber auch Leistungen, über deren diagnostischen und therapeutischen Nutzen Zweifel bestehen oder die sogar risikoreich sind. Hierzu gehören auch ungenügend erprobte Methoden, deren Risiken bislang gar nicht oder nicht gut untersucht und daher nicht kalkulierbar sind. Informationen zu der vom Arzt angebotenen Leistung sind daher grundlegend für eine Bewertung, ob man die Leistung in Anspruch nehmen oder besser ablehnen sollte.

Weitere Informationen über IGeL finden Sie unter www.igel-monitor.de/

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