Zulassung als Heilmittelanbieter

Jeder Anbieter von Heilmitteln bedarf einer Zulassung nach § 124 SGB V. Wie bisher schon die landwirtschaftliche Krankenkasse überträgt auch die KNAPPSCHAFT zum 1.01.2018 auf Grundlage des § 124 Abs. 5 Satz 3 SGB V die Entscheidung über die Erteilung der Zulassung, deren Aufhebung und die Bearbeitung von Widersprüchen bundesweit auf den vdek. Dies gilt ebenfalls für Änderungsmitteilungen bei bestehenden Zulassungen sowie die Berechtigungen zur Abgabe von Zertifikatsleistungen im Bereich der Physiotherapie. In Niedersachsen übernimmt der vdek diese Aufgaben auch für die AOK, BKK und IKK. 

Die gesetzlich in § 124 Abs. 2 SGB V normierten Zulassungsvoraussetzungen:

  1. Erforderliche Ausbildung/Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung
  2. Praxisausstattung, die eine zweckmäßige und wirtschaftliche Leistungserbringung gewährleistet
  3. Anerkenntnis der Versorgungsverträge

werden in den Zulassungsempfehlungen des GKV-Spitzenverbandes konkretisiert. Neben den Zulassungsempfehlungen für die Bereiche Physiotherapie/Massagen und medizinische Bäder, Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie, Ergotherapie und Podologie gibt es eine weitere eigenständige Zulassungsempfehlung Ernährungstherapie.

Beide Richtlinien können Sie hier einsehen:

www.gkv-spitzenverband.de/krankenversicherung/ambulante_leistungen/heilmittel/zulassungsempfehlungen/zulassungsempfehlungen.jsp

Beachten Sie: Ab dem 01.08.2018 gelten für die Bereiche Physiotherapie, Massagen/Medizinische Bäder, Stimm-, Sprech-, Sprachtherapie, Ergotherapie und Podologie neue Zulassungsempfehlungen.

 

Kontaktaufnahme

Die Bearbeitung des Zulassungsantrags und aller sonstigen in diesem Zusammenhang stehenden Vorgänge erfolgt durch die für den Praxissitz zuständige Landesvertretung des vdek (Adressübersicht). Auskunft (telefonische Rückfragen und genaue Postanschriften) geben die Zentralen der zuständigen Landesvertretungen (dort bitte Mitarbeiter aus dem Bereich Heilmittelversorgung/sonstige Vertragspartner erfragen):

Antragsunterlagen

Für die Zulassung müssen jeweils ein Antrag auf Zulassung, ein Berichtsbogen und eine Anerkenntniserklärung einschließlich der dort angeführten Nachweise ausgefüllt an die Landesvertretung gesendet werden:

 

1. Antrag auf Zulassung

Praxis für Physiotherapie

Praxis für Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie

Praxis für Ergotherapie

Praxis für Podologie

Praxis für Massage/medizinische Bäder

Praxis für Ernährungstherapie CF

Praxis für Ernährungsberatung SAS

 

2. Berichtsbogen 

Praxis für Physiotherapie

Praxis für Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie

Praxis für Ergotherapie

Praxis für Podologie

Praxis für Massage/medizinische Bäder

Praxis für Ernährungstherapie

 

3. Anerkenntnis der Versorgungsverträge

Eine Voraussetzung für die Zulassung ist die Anerkenntnis der jeweils vom vdek, der KNAPPSCHAFT und der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) mit den Berufsverbänden geschlossenen Versorgungsverträge einschließlich der aktuellen Vergütungsvereinbarungen. In Niedersachsen sind zudem die Versorgungsverträge der AOK, BKK und IKK anzuerkennen.

Die Rahmenverträge und Vergütungsvereinbarungen können Sie hier einsehen:

AOK, BKK und IKK in Niedersachsen (gemeinsame Versorgungsverträge Physiotherapie, Ergotherapie, Stimm-, Sprech- Sprachtherapie):

http://www.aok-gesundheitspartner.de/nds/heilberufe/vertraege/physiotherapie/index.html

http://www.aok-gesundheitspartner.de/nds/heilberufe/vertraege/ergotherapie/index.html

http://www.aok-gesundheitspartner.de/nds/heilberufe/vertraege/logopaedie/index.html

AOK und IKK in Niedersachsen (gemeinsamer Versorgungsvertrag Podologie):

http://www.aok-gesundheitspartner.de/nds/heilberufe/vertraege/podologie/index.html

BKK in Niedersachsen (Versorgungsvertrag Podologie):

https://www.bkkmitte.de/ihr-bkk-landesverband-mitte/informationen-fuer-vertragspartner/heilmittel.html

Anerkenntniserklärungen

Physiotherapie, Massagen und medizinische Bäder

Stimm-, Sprech- Sprachtherapie

Ergotherapie

Podologie

Praxis für Ernährungstherapie