AIM-Stellungnahmen zur EU-Gesundheitspolitik

Logo AIM Association Internationale de la Mutualité, Healthcare and social benefits for all Internationaler - Verband der Krankenkassenverbände und Krankenversicherungen auf Gegenseitigkeit

Ausgewählte Stellungnahmen bzw. Positionspapiere der Association Internationale de la Mutualité (AIM) - der vdek ist AIM-Mitglied - zur Gesundheitspolitk:

EU-Zusammenarbeit bei Impfungen

AIM-Positionspapier (Englisch) vom 22.04.2020

Der aktuelle Ausbruch von COVID-19, seine lähmenden Auswirkungen auf die europäische Wirtschaft und Gesellschaft und der Wettlauf um einen Impfstoff gegen die Krankheit haben die Fragilität unserer Gesellschaften verdeutlicht. Die sich rasant ausbreitende Lungenkrankheit hat die Bedeutung der Impfung, auch Impfskeptikern gegenüber, deutlicher denn je gemacht. Über COVID-19 hinaus und vor COVID-19 hatten Ausbrüche von Krankheiten, die wir für beherrschbar hielten, die Impfung und die Sicherheit von Impfstoffen bereits zu einer Priorität auf europäischer und globaler Ebene gemacht. Es wurde eine Debatte darüber eingeleitet, ob und wie Impfungen auf EU-Ebene organisiert werden könnten und es wurde eine EU-weite Kampagne zur Bekämpfung der Ablehnung gegenüber Impfungen gestartet. Die schrecklichen Folgen von COVID-19 in der Europäischen Union haben diese Debatten nun noch relevanter gemacht und erfordern entschlossenes Handeln, ein Handeln, das unserer Überzeugung nach auch auf europäischer Ebene stattfinden sollte. Mit dem vorliegenden Papier möchte die AIM die Aufmerksamkeit der EU-Institutionen auf verschiedene Schlüsselaspekte im Kampf gegen durch Impfung vermeidbare Krankheiten lenken. » Lesen

Glücksspiel und Covid-19: AIM aktualisiert Memorandum

AIM-Positionspapier vom 20.04.2020

Um die Corona-Pandemie zu bekämpfen und ihre Ausbreitung zu verhindern, sind die Regierungen derzeit gezwungen, strenge Eindämmungsmaßnahmen zu ergreifen. Diese Maßnahmen umfassten zwar die Absage aller Sportveranstaltungen und damit auch aller Wetten, die damit in Zusammenhang stehen, aber die verhängten Sperrmaßnahmen haben die Schaffung von Online-Äquivalenten bewirkt. Mit diesen Online-Glücksspielen haben Menschen, die normalerweise nicht wetten, versucht, etwas gegen die aufgekommene Langeweile zu tun. Spielsüchtige sind durch diese neuen Spielformen noch stärker als zuvor gefährdet. Wie die spanische Zeitung El País es ausdrückt, "sind Langeweile, Einsamkeit und zu viel Freizeit die perfekten Zutaten, um (erneut) der Versuchung des Online-Glücksspiels zu erliegen". In Frankreich zum Beispiel gibt es laut der Regulierungsbehörde für Online-Glücksspiele (Arjel) jetzt jede Woche 500.000 aktive Spieler auf staatlich genehmigten Websites, verglichen mit 300.000 vor der Sperrung. Auch die Ausgaben für Online-Glücksspiele sollen sich seit der Umsetzung der Sperrmaßnahmen innerhalb weniger Wochen verdreifacht haben, von 5 Millionen pro Woche auf 15 Millionen. Diese Zahlen und das Risiko, das sie für die öffentliche Gesundheit darstellen, sollten nicht vernachlässigt werden. Es liegt an den nationalen Regierungen, für einen angemessenen gesetzlichen Rahmen zum Schutz der Verbraucher zu sorgen. Die EU hat unserer Ansicht nach ebenfalls eine klare Rolle zu spielen. Die Situation verlangt mehr denn je nach einem umfassenden Rechtsrahmen für Online-Glücksspiele. » Lesen

Für ein gemeinsames soziales Europa von morgen

Manifest der Fédération Nationale de la Mutualité Française (FNMF) und der Association Internationale de la Mutualité (AIM) vom März 2019

Besonders angesichts der Wahlen zum Europäischen Parlament 2019 hat die Fédération Nationale de la Mutualité Française (FNMF) zusammen mit der AIM ein Manifest veröffentlicht, das zu einem sozialeren, solidarischeren und integrativeren Europa aufruft. Es lädt Menschen aus der gesamten Europäischen Union ein, sich an einer Debatte über die Zukunft Europas und die Rolle der Gesundheits- und Sozialversicherungen zu beteiligen. Auch der vdek als Mitglied der AIM unterzeichnete das Manifest, um seine Solidarität zu bekunden und seiner Mitverantwortung für die Erreichung eines sozialen Europas Ausdruck zu verleihen. » Lesen

Für bessere Regeln und Transparenz bei Medizinprodukten (Engl.: Medical Devices: Time to implement Regulations and increase Transparency)

AIM-Stellungnahme (Englisch) vom 26.02.2019

Die AIM fordert gemeinsam mit der European Association of Hospital Pharmacists (EAHP), der European Hospital and Healthcare Federation (HOPE), der European Social Insurance Platform (ESIP), Prescrire und dem Ständigen Ausschuss der europäischen Ärzte (CPME) eine rechtzeitige Anwendung der neuen Vorschriften für Medizinprodukte und vollständige Transparenz über Hochrisiko-Medizinprodukte mit öffentlichem Zugang zu Eudamed (European Databank on Medical Devices). » Lesen

Erklärung der AIM zu Gesundheit in allen Politikbereichen

AIM-Stellungnahme vom 21.06.2018

Heute ist allgemein anerkannt, dass Aspekte des täglichen Lebens wie Bildung, gesellschaftliche Integration, Wohnstandards oder eine sinnvolle Beschäftigung die Gesundheit und das Wohlbefinden bestimmen. Für Gesundheit wird nicht nur durch die Erbringung von Gesundheitsdienstleistungen gesorgt, sondern auch und vor allem durch andere umfassendere Faktoren, die sich auf die Umstände auswirken, unter denen Menschen geboren werden, leben und altern. Auf Basis dieser Feststellung gibt AIM Empfehlungen an die EU-Institutionen, aber auch an alle anderen Interessengruppen, deren Beteiligung für die Verwirklichung der Gesundheit in allen Politikbereichen von wesentlicher Bedeutung ist. » Lesen

Was denken die Kostenträger über den neuesten HTA-Vorschlag? (Engl.: First general AIM Response to the European Commission Proposal on HTA)

AIM-Stellungnahme (Englisch) vom 15.02.2018

Die AIM begrüßt die Bemühungen auf EU-Ebene, die Qualität und Aktualität von Gesundheitstechnologiebewertungen (Health Technology Assessment - HTA) zu verbessern. Es wird befürwortet, durch eine unionsweite Zusammenarbeit sicherzustellen, dass Gutachter rechtzeitig Zugang zu relevanten Daten erhalten, um aussagekräftige Vergleiche zu den bewerteten Technologien und den geeignetsten Vergleichern ziehen zu können. Als verbesserungswürdig wird jedoch der Vorschlag der EU-Kommission angesehen, klinische Bewertungen nicht mehr durch einzelne HTA-Gremien durchzuführen, sondern durch eine gemeinsame Bewertung zu ersetzen. Diese Regelung ginge aus Sicht der AIM zu Lasten sowohl der Mitgliedsstaaten, die gezwungen wären, diese gemeinsamen Bewertungen für neue Medikamente und Medizinprodukte zu verwenden, als auch zu Lasten der Qualität und Zuverlässigkeit der Bewertungen, die nun schneller erstellt werden müssten. » Lesen