Beitragssätze

Gesetzliche Krankenversicherung

In der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) bezeichnet der Beitragssatz den prozentualen Anteil am Bruttoarbeitsentgelt, der an die jeweilige Krankenkasse zu entrichten ist. Der Betrag setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen und wird bei Beschäftigten zum Teil vom Arbeitgeber und zum Teil vom Arbeitnehmer aufgebracht. Der gesamte Betrag wird in der Regel nach dem Quellenabzugsverfahren direkt vom Arbeitgeber an die Krankenkasse abgeführt.

Die Regelungen zum Beitragssatz wurden in der Vergangenheit durch den Gesetzgeber mehrfach geändert. Mit dem GKV-Finanzstruktur- und Qualitäts-Weiterentwicklungsgesetz (FQWG) wurde der allgemeine Beitragssatz zum 1.1.2015 auf 14,6 Prozent des Bruttoarbeitsentgeltes festgeschrieben. Dabei wird der Betrag bei Beschäftigten paritätisch vom Arbeitgeber und vom Arbeitnehmer aufgebracht, das heißt, beide Seiten führen jeweils 7,3 Prozent vom Bruttolohn an die Krankenkasse ab. Neben dem paritätisch finanzierten allgemeinen Beitragssatz können die Krankenkassen noch einkommensabhängige (also prozentuale) Zusatzbeitragssätze erheben, die allein vom Arbeitnehmer aufgebracht werden.

Soziale Pflegeversicherung

Der Beitragssatz in der sozialen Pflegeversicherung (SPV) beträgt 2,35 Prozent, für Kinderlose nach Vollendung des 23. Lebensjahres 2,5 Prozent. Die Beiträge werden bei Beschäftigten vom Arbeitgeber und Arbeiternehmer zu gleichen Teilen getragen. Den Beitragszuschlag für Kinderlose trägt der Arbeitnehmer alleine. Zum 1.1.2017 wird der Beitragssatz um 0,2 Prozent auf 2,55 bzw. 2,7 Prozent erhöht.