Sozialwahl 2017 startet

51 Millionen Kranken-, Rentenversicherte und Rentner erhalten ihre Wahlbriefe

Auftakt für Deutschlands drittgrößte Wahl: Ab Dienstag, dem 25. April, werden die Wahlunterlagen für die Sozialwahl 2017 verschickt. Über 51 Millionen Rentenversicherte, Rentner und Ersatzkassen-Mitglieder sind aufgerufen, über die Zusammensetzung der wichtigen Beschlussgremien bei der Deutschen Rentenversicherung Bund, der Deutschen Rentenversicherung Saarland und den Ersatzkassen BARMER, TK, DAK-Gesundheit, KKH und hkk zu entscheiden.

Die gewählten Selbstverwalter treffen bei den Renten- und Krankenversicherungsträgern alle Grundsatzentscheidungen, beschließen die Haushalte und haben ein entscheidendes Mitspracherecht beim Leistungsangebot, etwa bei spezialisierten RehaLeistungen der Rentenversicherung oder Zusatzleistungen der Krankenkasse, wie Mehrleistungen für Familien und spezielle Vorsorgeuntersuchungen. Die Selbstverwalter werden alles sechs Jahre gewählt und sind ehrenamtlich tätig.

Die Bundeswahlbeauftragte für die Sozialwahlen, Rita Pawelski, rief bei einer Pressekonferenz in Berlin die Wahlberechtigten zur Wahl auf: „Nehmen Sie Ihr Wahlrecht wahr und stärken Sie damit Ihren Selbstverwalterinnen und Selbstverwaltern den Rücken! In den Versichertenparlamenten sitzen selbst Versicherte, die in ihrer Freizeit ehrenamtlich für Sie arbeiten. Machen Sie diesen Menschen durch ihre Wahlbeteiligung Mut, die gute Arbeit, nah an den Menschen fortzusetzen!“

„Sozialwahl ist gelebte Bürgerbeteiligung“

„Die Sozialwahl ist gelebte Bürgerbeteiligung“, betonte Gundula Roßbach, Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund. „Ich hoffe, dass möglichst viele Menschen bei dieser Sozialwahl von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen, damit die Selbstverwaltung wirkungsvoll die Interessen der Wahlberechtigten vertreten kann. Dies wäre auch ein positives Signal für unseren Sozialstaat und für unsere Demokratie.“

„Die Selbstverwalter sind allein den Versicherten und Beitragszahlern verpflichtet und treffen viele Entscheidungen, die sich unmittelbar auf die Versicherten auswirken, z. B. zusätzliche Vorsorgeuntersuchungen oder Familienleistungen. Wer über die Zukunft unseres Gesundheitssystems mitbestimmen will, muss sich jetzt auf unserer Website www.sozialwahl.de informieren und wählen“, erklärte Christian Zahn, stellvertretender Verbandsvorsitzender des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek).

Stichtag 31. Mai, für BARMER-Mitglieder 4. Oktober

Die Sozialwahl ist eine reine Briefwahl. Wähler erhalten ihre Wahlunterlagen automatisch per Post und können die roten Briefumschläge kostenlos zurücksenden. Spätestens am 31. Mai 2017 muss der rote Umschlag mit dem angekreuzten Stimmzettel wieder bei dem jeweiligen Sozialversicherungsträger eingehen. Für Mitglieder der BARMER findet aufgrund der Fusion von BARMER GEK und Deutscher BKK zum 1. Januar 2017 ein späterer Wahltermin statt. BARMER-Mitglieder erhalten die Wahlunterlagen Anfang September 2017. Die Frist endet für sie am 4. Oktober 2017.

Wer sich über die Wahl informieren will, findet unter www.sozialwahl.de sowie auf den Internetseiten der einzelnen Träger aktuelle Informationen. Ein Austausch über die Sozialwahl findet im Internet auch bei Facebook und Twitter statt.

Kontakt:

Infobüro Sozialwahl 2017
Montag bis Freitag 9:00 bis 18:00 Uhr
Telefon: 030 24086-610

E-Mail: info@sozialwahl.de

Pressefoto_Bundesminister.jpg
Sozialwahl 2017: Arbeitsministerin Andrea Nahles und Gesundheitsminister Hermann Gröhe sowie zwei Postangestellte halten das Sozialwahl 2017-Logo vor dem Reichstag in Berlin in die Kamera
© Jens Schicke

Mehr zum Thema Sozialwahl und Selbstverwaltung

Kontakt

Michaela Gottfried
Askanischer Platz 1
10963 Berlin

Tel.: 0 30 / 2 69 31 – 12 00
Fax: 0 30 / 2 69 31 – 29 15

E-Mail: presse@vdek.com

Online-Angebote des vdek