Preis der Sozialen Selbstverwaltung

Gemeinsam durch die Pandemie: vdek verleiht Zukunftspreis 2021

Logo: vdek Zukunftspreis 2021

Der Zukunftspreis des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek) geht in diesem Jahr an drei Projekte, mit denen die Gesundheitsversorgung unter Corona-Bedingungen aufrechterhalten und verbessert werden kann.

„Lotsennetzwerk Thüringen“ hilft Suchtkranken per App

Den mit 10.000 Euro dotierten ersten Preis erhält das „Lotsennetzwerk Thüringen“ des Fachverbands Drogen- und Suchthilfe e. V. Der Verein hat eine App entwickelt, mit der Hilfsangebote für Suchtkranke trotz der Kontaktbeschränkungen in der Corona-Pandemie aufrechterhalten werden. Über die App können sich Betroffene oder ihre Angehörigen mit suchterfahrenen Lotsen austauschen, zudem erhalten sie Informationen zu Anlaufstellen und Hilfsangeboten von Einrichtungen der Suchthilfe und der Sucht-Selbsthilfe. „Die Corona-Pandemie hat Menschen mit Suchterkrankungen besonders hart getroffen, der regelmäßige persönliche Austausch vor Ort ist kaum möglich. Umso wichtiger ist es, Hilfsangebote zu schaffen, die auch unter Pandemie-Bedingungen genutzt werden können. Das Lotsennetzwerk Thüringen leistet hier mit seiner innovativen App einen wichtigen Beitrag, der Schule machen sollte“, sagte Uwe Klemens, ehrenamtlicher vdek-Verbandsvorsitzender und Vorsitzender der Zukunftspreis-Jury.

Intensivstationen informieren Angehörige isolierter Patienten

Um den Infektionsschutz zu gewährleisten, gelten in der Corona-Pandemie auf Intensivstationen Besuchsverbote. Die Jury zeichnete mit dem zweiten Preis (7.000 Euro) ein Projekt des Uniklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) aus, das Patienten und Angehörigen hilft, diese besonders belastende Situation besser zu bewältigen. Einem festen Plan folgend informieren Pflegekräfte die Angehörigen zu verabredeten Zeiten per Telefon über den Gesundheitszustand des Patienten. Uwe Klemens: „Wenn Familienangehörige schwer erkrankt sind, ist der Kontakt zu den Angehörigen besonders wichtig. Familienmitglieder plagen Sorgen, sie wollen wissen, wie es ihren Lieben geht. Das Projekt ‚Aktives Angehörigengespräch‘ ermöglicht dies unter den schwierigen Corona-Bedingungen.“

„COVID-Guards“ unterstützen Pflegeeinrichtungen bei Hygienemaßnahmen

Der dritte Preis (3.000 Euro) geht an das Projekt „COVID-Guards“ des Fachdienstes Gesundheit der Stadt Jena und des Instituts für Infektionsmedizin und Krankenhaushygiene am Uniklinikum Jena. Im Rahmen des Projekts wurden Studenten über die aktuell gültigen Corona-Regelungen informiert und in Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen geschult. Das Training versetzt sie in die Lage, in den Einrichtungen die Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen zu prüfen, gemeinsam mit den Pflegekräften Verbesserungen umzusetzen und Fragen der Bewohner und Besucher zum Thema zu beantworten. Uwe Klemens: „Die Pandemie verlangt Pflegekräften viel ab. Die COVID-Guards stellen in dieser Situation als Ansprechpartner für das wichtige Thema Corona-Schutzmaßnahmen und -Regelungen eine echte Entlastung in der stationären Einrichtung dar. Mit ihrem Einsatz tragen sie auch zum Infektionsschutz der besonders gefährdeten Pflegebedürftigen bei.“

Für den vdek-Zukunftspreis 2021 hatten sich 44 Projekte beworben. Die Auszeichnungen werden von den vdek-Landesvertretungen Thüringen und Hamburg im Dezember 2021 verliehen.

» Mehr Informationen zum vdek-Zukunftspreis und einen Film über die diesjährigen Siegerprojekte gibt es hier.

Initiative der Sozialen Selbstverwaltung

Der vdek-Zukunftspreis ist eine Initiative der Sozialen Selbstverwaltung bei den Ersatzkassen. Er wurde erstmals 2010 ausgelobt. Mit dem Preis möchten die bei den Sozialwahlen gewählten ehrenamtlichen Versicherten- und Arbeitgebervertreter Projekte und Ideen unterstützen, die zur Verbesserung der Versorgung beitragen. Der Preis soll zudem das ehrenamtliche Engagement fördern sowie unkonventionelle Versorgungsprojekte mit Modellcharakter bekannter machen.

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