ersatzkasse magazin. 6. Ausgabe 2019

Digitalisierung und künstliche Intelligenz (KI) - Nutzen und Qualität technischer Innovationen - Umgang mit Antibiotika

Titelblatt ersatzkasse magazin. 6/2019: Digitalisierung und künstliche Intelligenz (KI) - Nutzen und Qualität technischer Innovationen - Umgang mit Antibiotika
ersatzkasse magazin. 6. Ausgabe 2019

Mit dem Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) treibt die Bundesregierung die Digitalisierung in Deutschland voran. Im Mittelpunkt steht die Einführung von Apps auf Rezept. Gute Angebote sollten den Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) frühzeitig zur Verfügung stehen. Voraussetzung aber muss sein, dass Nutzen und medizinische Qualität nachgewiesen sind. Zudem braucht es ein Verfahren, wie der monetäre Wert einer Gesundheits-App objektiv ermittelt werden kann, damit es nicht zu überhöhten Preisen zulasten der GKV kommt.

Potenziale der künstlichen Intelligenz

Künstliche Intelligenz (KI) wird als Zukunftstechnologie gepriesen, auch mit Blick auf die Potenziale in der medizinischen Versorgung. Lars Roemheld und Prof. Dr. Jörg F. Debatin vom health innovation hub (hih) des Bundesgesundheitsministeriums sprechen in ersatzkasse magazin. von der „Krönung eines digitalisierten Gesundheitssystems“. Zugleich warnen sie vor überzogenen Hoffnungen und Ängsten sowie einer irrationalen Überhöhung von KI: Die Realität sei weniger bombastisch, aber nichtsdestotrotz vielversprechend. Prof. Dr. Klaus Juffernbruch, Vorsitzender der Expertengruppe „Intelligente Gesundheitsnetze“ des Digital-Gipfels der Bundesregierung, sieht eine Herausforderung darin, die technischen Innovationen, die auf großen Datenmengen basieren, mit dem Datenschutz in Einklang zu bringen. Im Interview mit ersatzkasse magazin. spricht er sich für mehr Transparenz über die Herkunft der Daten aus: „Wünschenswert wäre es, wenn wir Daten aus Deutschland zur Verfügung hätten. Da wären wir in der Lage, die Qualität wesentlich besser zu kontrollieren.“

Zukunft der Antibiotikaversorgung

Antibiotika werden breit angewendet, von der Humanmedizin bis zur Landwirtschaft. Dieser massive Einsatz führt zur Entwicklung von schwerwiegenden Resistenzen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rät dringend zu einem rationalen Umgang mit Antibiotika. Auch Prof. Dr. Lothar H. Wieler und Dr. Esther-Maria Antao vom Robert Koch-Institut (RKI) warnen im ersatzkasse magazin.: „Durch einen ungezielten Einsatz riskieren wir ihren Wirkungsverlust.“ Sie fordern Alternativen zu Antibiotika, hier müsse die Forschung dringend gestärkt werden. Für einen bewussteren Umgang mit Antibiotika setzt sich der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) mit dem Innovationsfondsprojekt RESIST ein.  

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