ersatzkasse magazin. (5. Ausgabe 2026)

Datenbasierte Versorgung stärken – Im Interview: Dr. Sonja Optendrenk, unparteiische GBA-Vorsitzende

Titelseite vdek ersatzkasse magazin. Ausgabe 5/2026 mit Illustration zu digitalen Daten im Gesundheitswesen: Sicherheitsschloss und Gesundheitssymbole
ersatzkasse magazin. (5. Ausgabe 2026), Schwerpunkt: Datenbasierte Versorgung stärken

Die aktuellen Herausforderungen in der Gesundheitspolitik sind groß. Es gilt, die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) zunächst einmal finanziell zu stabilisieren und anschließend die Versorgung durch strukturelle Reformen zu verbessern und effizienter zu gestalten. So sollen neben dem verabschiedeten Beitragssatzstabilisierungsgesetz (BStabG) in der GKV nun weitere strukturelle Reformen wie die Notfallreform oder das Gesetz für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen (GeDIG) auf den Weg gebracht werden. Mit beiden Gesetzen werden wichtige Voraussetzungen für die Etablierung einer künftigen Primärversorgung mit digitaler Ersteinschätzung, E-Überweisung und der Plattform für schnellere Termine geschaffen. Außerdem wird eine bessere Nutzung von Gesundheitsdaten ermöglicht, wie der Schwerpunkt „Datenbasierte Versorgung stärken“ im ersatzkasse magazin. zeigt. Ganz wichtig ist dabei, verlässliche Regeln für Datenschutz, Datensicherheit und einen verantwortungsvollen Umgang mit Gesundheitsdaten aufzustellen. Das Forschungsdatenzentrum Gesundheit (FDZ) zeigt auf, welche Potenziale diese Nutzung von Daten – Unterschiede in der Behandlung und Mortalität von Frauen und Männern oder Lücken im Impfschutz – haben kann. Zusätzliche Dynamik erhält die Entwicklung durch rasante Fortschritte im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI): Agentische KI könnte sich zu einem der wirkungsvollsten Hebel entwickeln, um medizinische Versorgung trotz knapper Ressourcen zukunftsfest zu gestalten, wie Wissenschaftler der Charité beschreiben. 

Dr. Sonja Optendrenk: „Nur mit Transparenz kann man auch Akzeptanz schaffen“

Wie wichtig belastbare Daten und wissenschaftliche Evidenz für die Weiterentwicklung des Gesundheitswesens sind, zeigt auch Dr. Sonja Optendrenk, unparteiische Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA), im Interview mit ersatzkasse magazin. Für die Arbeit des GBA brauche es jedoch ausreichend Handlungsspielraum sowie Rahmenbedingungen, die evidenzbasierte Entscheidungen ermöglichen. Optendrenk machte zudem deutlich, dass der GBA seine Entscheidungen transparent und offen kommuniziere, damit aber noch stärker durchdringen müsse. Denn nur mit Transparenz könne man auch Akzeptanz schaffen. Zugleich betonte sie die Bedeutung des GBA: „Die Selbstverwaltung hat den Vorteil, dass sie nah an den Versicherten und an der Praxis ist und somit gut funktionierende, bestmögliche Lösungen finden kann.“

Außerdem lesen Sie in ersatzkasse magazin.:

Das ersatzkasse magazin. steht kostenlos als ePaper und als PDF-Download zur Verfügung.

Kontakt

Michaela Gottfried
Askanischer Platz 1
10963 Berlin

Tel.: 0 30 / 2 69 31 – 12 00
E-Mail: presse@vdek.com