ersatzkasse magazin. (2. Ausgabe 2026)

Ausgabendynamik im Gesundheitssystem stoppen – Prof. Dr. Claus Wendt fordert strukturelle Reformen: In Deutschland fehlt eine gezielte Patientensteuerung

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ersatzkasse magazin. (2. Ausgabe 2026): Ausgabendynamik im Gesundheitssystem stoppen

Zur kurzfristigen Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hat die Finanzkommission Gesundheit Sparvorschläge mit einem Volumen von gut 42 Milliarden Euro für 2027 vorgestellt. Diese sind aus Sicht des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek) eine gute Basis für die dringend benötigte Beitragssatzstabilität in der GKV. ersatzkasse magazin. zeigt konkrete Empfehlungen aus dem Kommissionspapier auf und bewertet diese aus Sicht des vdek. Die Politik hat die Dringlichkeit erkannt und gestern einen Referentenentwurf für ein Beitragsstabilisierungsgesetz vorgelegt. Dabei darf sich der Staat nicht aus der Verantwortung nehmen, was die Refinanzierung der Gesundheitskosten für Bürgergeldempfangende durch den Staat betrifft.

Prof. Dr. Claus Wendt: „Wir brauchen eine gute Primärversorgung und mehr Delegation“

Gesundheitssoziologe Prof. Dr. Claus Wendt sieht im Gesundheitswesen erhebliches Verbesserungspotenzial bei den Versorgungsstrukturen: „In Deutschland gehen die Menschen im internationalen Vergleich häufig zur Ärztin oder zum Arzt, eine zielgerichtete Patientensteuerung zur fachärztlichen Behandlung gibt es nicht“, konstatierte er im Interview mit ersatzkasse magazin. Er begrüßte, dass Bundesgesundheitsministerin Nina Warken dieses Problem jetzt angehe und verwies dabei auf internationale Beispiele: „Wir brauchen eine gute Primärversorgung, die viele andere Länder, beispielsweise die Niederlande und die skandinavischen Länder, bereits erfolgreich etabliert haben.“ Auch müsse hierzulande stärker auf Delegation gesetzt werden. Dabei spielten neben den Physician Assistants auch die Advanced Practice Nurses (APN) eine große Rolle.

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