Krankengeld

Versicherte haben Anspruch auf Krankengeld, wenn die Krankheit sie arbeitsunfähig macht oder sie auf Kosten der Krankenkasse stationär in einem Krankenhaus, einer Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtung behandelt werden. Die Details zum Krankengeld sind in §§ 44 bis 52 SGB V geregelt. 

Berechnung, Höhe und Zahlung des Krankengeldes

Das wegen Arbeitsunfähigkeit entgehende Arbeitsentgelt oder Arbeitseinkommen ersetzende Krankengeld richtet sich grundsätzlich nach den jeweiligen individuellen Verhältnissen des Versicherten. Es beträgt 70 v.H. des täglichen beitragspflichtigen Bruttoarbeitsentgelts, begrenzt auf 90 v.H. des täglichen Nettoarbeitsentgelts (bei Mitberücksichtigung von einmalig gezahltem Arbeitsentgelt 100 v.H. des täglichen Nettoarbeitsentgelts).

Unter Beachtung der Beitragsbemessungsgrenze beläuft sich das Höchstkrankengeld im Jahr 2017 auf 101,50 Euro kalendertäglich. Im Jahr 2018 erhöht sich das Höchstkrankengeld auf 103,25 Euro kalendertäglich.

Zu den Details der Berechnung, der Höhe und der Zahlung des Entgeltersatzes haben die Spitzenverbände der Krankenkassen am 9.12.2015 ein gemeinsames Rundschreiben veröffentlicht:

Am 19.4.2007 haben die Spitzenverbände der Krankenkassen eine Verlautbarung zur Berechnung des Krankengeldes bei flexiblen Arbeitszeitregelungen verabschiedet. 

Dauer des Krankengeldanspruchs

Nach der Regelung des § 48 SGB V ist der Anspruch auf Krankengeld grundsätzlich unbefristet. Für den Fall der Arbeitsunfähigkeit gilt wegen derselben oder währenddessen hinzugetretenen Krankheit jedoch eine zeitliche Höchstbezugsdauer (Leistungsdauer) von 78 Wochen innerhalb von je 3 Jahren, gerechnet vom Tage des Beginns der Arbeitsunfähigkeit an (Blockfristen).

Vor dem Hintergrund von BSG-Rechtsprechung haben der AOK-BV, die Knappschaft und der vdek am 26.9.2012 eine gemeinsame Verlautbarung zur Dauer des Anspruchs auf Krankengeld veröffentlicht. Sie löst die ältere Verlautbarung vom 6.3.2007 ab. Die Verlautbarung behandelt die Einzelheiten zur Feststellung von Blockfristen, die auf die Leistungsdauer anzurechnenden Zeiten und den Anspruch auf Krankengeld nach Beginn einer neuen Blockfrist.

Krankengeld und Krankengeld bei Erkrankung des Kindes von SGB III-Leistungsbeziehern

Bei Bezug einer der Entgeltersatzleistungen nach dem 3. Buch Sozialgesetzbuch (zum Beispiel Arbeitslosengeld, Kurzarbeitergeld) besteht im Falle der Arbeitsunfähigkeit regelmäßig ein Anspruch auf Krankengeld. Die Verbände der Krankenkassen auf Bundesebene und der GKV-Spitzenverband haben am 21.12.2009 das gemeinsame Rundschreiben zur Berechnung, Höhe und Zahlung des Krankengeldes und Krankengeldes bei Erkrankung des Kindes von SGB III-Leistungsbeziehern verabschiedet.