Leistungen in der Psychotherapie

Gespräch Psychologin/Psychotherapeutin mit Patientin

Coronavirus – Informationen im Zusammenhang mit der psychotherapeutischen Versorgung

29.03.2022 - Neue Zahlen der KKH: Starke Zunahme psychischer Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen

KKH-Pressemitteilung vom 29.03.2022 (Für Nachfragen wenden Sie sich bitte an die KKHPressestelle)

Die lange Dauer der Pandemie hat bei jungen Menschen deutliche Spuren hinterlassen. Dies macht sich Daten der KKH Kaufmännische Krankenkasse zufolge besonders in Form von Ängsten und einem gestörten Essverhalten bemerkbar. Die Analyse von rund 200.000 KKH-Versicherten im Alter von sechs bis 18 Jahren zeigt, dass vor allem die Jugendlichen betroffen sind. Diagnostizierte Angststörungen wie Panikattacken und allgemeine Angstzustände haben bei den 13- bis 18-Jährigen von 2019 auf 2020 um rund 9 Prozent zugenommen. Bei Essstörungen wie Magersucht und Bulimie stellt die KKH in dieser Altersgruppe ein überproportionales Plus von rund 7 Prozent fest.  » Lesen

31.01.2022 - Analyse der DAK-Gesundheit zum zweiten Pandemie-Jahr: Neuer Höchststand bei psychischen Erkrankungen

Pressemitteilung der DAK-Gesundheit vom 31.01.2022 (Für Nachfragen wenden Sie sich bitte an die DAK-Pressestelle)

Zahlen der DAK-Gesundheit für das Jahr 2021 zeigen, dass die Fehlzeiten unter Beschäftigten leicht gesunken sind. Das Niveau von Atemwegserkrankungen sei mit 146 Fehltagen auf 100 DAK-Versicherte zwar extrem niedrig (Vorjahr: 221 Tage), bei den psychischen Erkrankungen verzeichnet die Analyse mit 276 Fehltagen je 100 Versicherte allerdings einen neuen Höchststand. „In der Corona-Pandemie fühlen sich viele Menschen gestresst und stehen unter Anspannung“, kommentiert Andreas Storm, Vorstandschef der DAK-Gesundheit. „Besorgniserregend ist, dass bei vielen Menschen mit Depression die Erkrankung in der Pandemie langwieriger wird.“ » Lesen

01.12.2021 - TK-Stressstudie: Immer mehr Menschen unter Stress, Corona belastet nahezu jeden Zweiten

TK-Pressemitteilung vom 01.12.2021 (Für Nachfragen wenden Sie sich bitte an die TK-Pressestelle)

Knapp zwei von drei Menschen in Deutschland fühlen sich mindestens manchmal gestresst, mehr als ein Viertel häufig. Das zeigt die Stressstudie „Entspann dich, Deutschland!“ der Techniker Krankenkasse (TK). Die Corona-Pandemie hat dabei starke Auswirkungen auf das Stressempfinden. Auf die Frage, ob ihr Leben seit Beginn der Pandemie stressiger geworden ist, antworten 47 Prozent der Befragten mit Ja. » Lesen

03.06.2021 - Umfrage im Auftrag der KKH: Corona verschärft Stress unter Jugendlichen

KKH-Pressemitteilung vom 03.06.2021 (Für Nachfragen wenden Sie sich bitte an die KKH-Pressestelle)

Laut einer forsa-Umfrage im Auftrag der KKH Kaufmännische Krankenkasse steht ein Drittel der Sechs- bis 18-Jährigen dauerhaft unter Druck. Demnach hat die Corona-Krise die Situation noch einmal verschärft: 77 Prozent der rund 1.000 befragten Mütter und Väter sagen, dass die Pandemie ihr Kind belastet und zusätzlichen Stress auslöst. In der Gruppe der Eltern von Zehn- bis Zwölfjährigen haben dies 83 Prozent beobachtet. Laut einer Datenanalyse der KKH haben bereits vor der Krise psychische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen zugenommen. » Lesen

02.03.2021 - BARMER Arztreport 2021: Immer mehr Kinder und Jugendliche in Psychotherapie, weitere Verschärfung durch Corona erwartet

BARMER-Pressemitteilung vom 02.03.2021 (Für Nachfragen wenden Sie sich bitte an die BARMER-Pressestelle)

Immer mehr Kinder und Jugendliche in Deutschland sind in psychotherapeutischer Behandlung. Das geht aus dem neuen BARMER Arztreport hervor. Demnach benötigten 2019 rund 823.000 Kinder und Jugendliche psychotherapeutische Hilfe, dies sind 104 Prozent mehr als im Jahr 2009. Bei BARMER-versicherten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis einschließlich 24 Jahren seien die Zahlen für die Akutbehandlung sowie die Anträge etwa für die erstmalige Therapie und deren mögliche Verlängerung 2020 um sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die BARMER prognostiziert zugleich, dass sich die Situation durch die Corona-Pandemie noch verschärfen wird. » Lesen

23.02.2021 - Neue Zahlen der TK: Drastischer Anstieg bei Video-Psychotherapien

TK-Pressemitteilung vom 23.02.2021 (Für Nachfragen wenden Sie sich bitte an die TK-Pressestelle)

Mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie ist die Zahl der Video-Therapiestunden um das Achtfache gestiegen. Dies geht aus einer aktuellen Auswertung von Abrechnungsdaten durch die TK hervor. Während im ersten Quartal 2019 noch 29.000 Therapiestunden bei den TK-Versicherten abgerechnet wurden, waren es im zweiten Quartal bereits 228.000. „Gerade in der Psychotherapie kann die digitale Technik ihre großen Vorteile zeigen“, so TK-Vorstandsvorsitzender Dr. Jens Baas. „Therapiegespräche sind dadurch ohne Ansteckungsgefahren, schnell, unkompliziert und auch über größere Entfernungen möglich.“ » Lesen

03.08.2020 - KKH-Studie zeigt mehr psychische Erkrankungen in der Corona-Krise

KKH-Pressemitteilung vom 03.08.2020 (Bei Rückfragen senden Sie sich bitte an die KKH-Pressestelle)

Aus Zahlen einer Studie der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) in Hannover geht hervor, dass in der Corona-Zeit die Zahl der Krankmeldungen wegen psychischer Leiden um 80 Prozent gestiegen ist. » Lesen

27.04.2020 - BPtK-Wegweiser für psychisch kranke Menschen in der Coronakrise

Pressemeldung der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) vom 27.04.2020 (Für Nachfragen wenden Sie sich bitte an die BPtK-Pressestelle)

Psychisch kranke Menschen können in vielen Bundesländern spezielle Video- und Corona-Sprechstunden nutzen, um sich psychotherapeutisch beraten und behandeln zu lassen. Für Termine können sie sich an die bundesweite Hotline 116 117 wenden. Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg sowie Thüringen bieten zudem eine besondere Krisen-Hotline per Telefon oder Video während der Corona-Pandemie an. Die BPtK hat die verschiedenen Angebote an psychotherapeutischer Beratung und Behandlung in einem „Wegweiser für psychisch kranke Menschen in der Coronakrise“ nach Bundesländern zusammengefasst. » Lesen

20.03.2020 - BPtK-Präsident zur psychotherapeutischen Versorgung während der Corona-Epidemie

Interview mit Dr. Dietrich Munz, Präsident der BPtK vom 20.03.2020 (Für Nachfragen wenden Sie sich bitte an die BPtK-Pressestelle)

Interview mit Dr. Dietrich Munz, Präsident der Bundespsychotherapeutenkammer, zur psychotherapeutischen Versorgung während der Corona-Epidemie: Sind Therapiegespräche vor Ort weiter möglich? Was ist, wenn Patienten Kontakt zu Corona-Erkrankten hatten oder selbst erkrankt sind? Was ist, wenn aufgrund einer akuten Krise eines Corona-Patienten ein Videotelefonat nicht reicht? Welche weiteren Hilfen gibt es? » Lesen

  1. 3D Illustration - Corona Virus
    Covid-19

    Coronavirus – Informationen und Empfehlungen

    Der vdek informiert über aktuelle Entwicklungen, Hintergründe und Empfehlungen zur Corona-Pandemie hinsichtlich ausgewählter Informationen für die Ersatzkassen (TK, BARMER, DAK-Gesundheit, KKH, hkk, HEK) und für die weiteren GKV-Verbände. » Lesen

Telefonische Erreichbarkeit

Jeder Psychotherapeut mit Kassenzulassung muss seit 1. April 2017 für Versicherte telefonisch erreichbar sein. Die Therapeuten können die Anrufe selbst bedienen oder sich während der Sprechzeiten von ihrem Praxispersonal vertreten lassen. Fest vorgeschrieben ist dagegen die Erreichbarkeitsdauer: Bei Vollzeit tätigen Therapeuten beläuft sie sich auf 200 Minuten pro Woche. Therapeuten, die nur Teilzeit arbeiten, müssen 100 Minuten pro Woche für Anrufer erreichbar sein. Zudem sieht die neue Psychotherapie-Richtlinie vor, dass die 17 regionalen Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) veröffentlichen müssen, an welchen Tagen und zu welchen Uhrzeiten die Therapeuten angerufen werden können. Dies ist derzeit noch nicht durch alle KVen vollständig umgesetzt. (Stand: März 2022)

Pflicht zur psychotherapeutischen Sprechstunde

Psychotherapeuten müssen Sprechstunden im Umfang von 100 Minuten pro Woche anbieten. Den Therapeuten steht es dabei frei, dies als offene Sprechstunde oder in Form von Terminen umzusetzen. Die Sprechstunde ist als Erstgespräch gedacht und soll der Abklärung dienen, ob eine behandlungsbedürftige Störung vorliegt. Falls eine Therapie nötig ist, soll der Therapeut in der Sprechstunde eine konkrete Therapieempfehlung abgeben. Eine anschließende Therapie muss der Therapeut Betroffenen nicht anbieten. Empfiehlt er eine Behandlung, kann sie aber zum Beispiel aus Kapazitätsgründen nicht selbst anbieten, müssen sich Versicherte einen anderen Therapeuten suchen. Hilfe bei der Suche bietet der vdek-Arztlotse. Der Besuch der Sprechstunde ist ab 1. April 2018 auch für Versicherte, die einen Therapeuten suchen, verpflichtend.

Akutbehandlung für schnelle Hilfe

Für Versicherte, die schnelle Hilfe bei psychischen Problemen benötigen, gibt es eine neue Leistung: die Akutbehandlung. Die Therapie umfasst 24 Sitzungen à 25 Minuten. Der Therapeut muss die Behandlung der Krankenkasse lediglich melden, ein Antrag ist nicht nötig. Die Terminservicestellen der KVen vermitteln die neue Leistung ebenfalls. Eine Überweisung ist nicht erforderlich. Wer sich über die Terminservicestelle in eine Akutbehandlung vermitteln lassen will, benötigt allerdings grundsätzlich eine entsprechende Empfehlung von einem Therapeuten. Ausnahme: Wurde der Versicherte in den letzten zwölf Monaten aus einer psychotherapeutischen Klinikbehandlung oder Reha-Maßnahme entlassen, ist keine Bescheinigung nötig.

Bei akuten Krisen können Betroffene oder ihre Angehörigen zudem die Telefonseelsorge unter 0800 – 111 0 111 bzw. 0800 – 111 0 222 oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter Telefon 116 117 anrufen. In vielen Ballungsräumen gibt es zudem weitere lokale Angebote zur Krisenintervention.

Maßnahmen gegen eine Rückkehr der Erkrankung (Rezidivprophylaxe)

Es kommt vor, dass erfolgreich behandelte psychische Erkrankungen zurückkehren. Um dem vorzubeugen, gibt es die sogenannte Rezidivprophylaxe, die wichtiger Bestandteil der Therapie ist. Dabei lernt der Patient, Anzeichen für einen möglichen Rückfall zu erkennen und sich rechtzeitig an einen Therapeuten zu wenden. Die Rezidivprophylaxe kann auch im Anschluss an eine Therapie angeboten werden. Seit 1. April 2017 können Versicherte auch noch bis zu zwei Jahren nach Therapieende eine Rezidivprophylaxe in Anspruch nehmen, ohne dass dazu ein eigener Therapie-Antrag bei der Krankenkasse nötig ist. Voraussetzung: Nicht alle genehmigten Therapiestunden wurden bereits aufgebraucht. Wer 40 Therapiestunden oder mehr erhalten hat, kann bis zu acht Stunden Rezidivprophylaxe in Anspruch nehmen, bei 60 Therapiestunden oder mehr gibt es bis zu 16 Stunden. Es können nur die noch nicht aufgebrauchten Therapiestunden verwendet werden. Sollten für die Rezidivprophylaxe keine Stunden mehr zur Verfügung stehen, die Erkrankung aber zurückkommen oder neue Symptome auftreten, besteht jederzeit die Möglichkeit, einen neuen Antrag auf eine Psychotherapie zu stellen.

Terminvermittlung durch Terminservicestellen

Die 17 regionalen Terminservicestellen der KVen müssen Erstgespräche beim Psychotherapeuten (Sprechstundentermine), im Anschluss eventuell erforderliche Akutbehandlungen sowie die sogenannten probatorischen Sitzungen - in denen unter anderem die Eignung des gewählten Psychotherapieverfahrens festgestellt und abgeklärt wird, ob Patient und Therapeut gut harmonieren - innerhalb von maximal vier Wochen vermitteln. Nicht vermittelt werden derzeit Kurz- und Langzeittherapien (Richtlinienpsychotherapien).

Die Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen sind bundesweit einheitlich und rund um die Uhr unter der Rufnummer des Ärztlichen
Bereitschaftsdienstes 116 117 erreichbar.

» Weitere Terminserviceinformationen und Terminbuchungen unter: www.eterminservice.de

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