Digitalisierung im Gesundheitswesen (E-Health)

Digitalisierung in einem allgemeinen Sinn beschreibt umfassende Veränderungsprozesse, die durch den zunehmenden technologischen Fortschritt in der Informationstechnologie vorangetrieben werden und über die rein technische Übertragung analoger in digitale Prozesse hinausgehen.

Im Gesundheitswesen fallen darunter insbesondere einerseits Maßnahmen der Vernetzung aller relevanten Akteure als technische Basis, etwa über die Telematikinfrastruktur (TI). Andererseits ist der zunehmende Ausbau digitaler Anwendungen und Angebote sowohl für Versicherte und Patienten als auch für Leistungserbringer und weitere Akteure Teil der Digitalisierung des Gesundheitswesens. Dies umfasst beispielsweise telemedizinische Angebote, die Nutzung künstlicher Intelligenz (KI), Digitale Gesundheits- und Pflegeanwendungen und Anwendungen wie das eRezept oder die elektronische Patientenakte (ePA).

Diese Veränderungsprozesse wurden in Deutschland ab 2015 beispielsweise durch das E-Health-Gesetz, das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) und in der 19. Legislaturperiode insbesondere durch das Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG), das Patientendaten-Schutzgesetz (PDSG) sowie das Digitale-Versorgung-und-Pflege-Modernisierungs-Gesetz (DVPMG) vorangetrieben.

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