Digitalisierung im Gesundheitswesen (E-Health)

Digitalisierung in einem allgemeinen Sinn beschreibt umfassende Veränderungsprozesse, die durch den zunehmenden technologischen Fortschritt in der Informationstechnologie vorangetrieben werden und über die rein technische Übertragung analoger in digitale Prozesse hinausgehen.

Im Gesundheitswesen fallen darunter insbesondere einerseits Maßnahmen der Vernetzung aller relevanten Akteure als technische Basis, etwa über die Telematikinfrastruktur (TI). Andererseits ist der zunehmende Ausbau digitaler Anwendungen und Angebote sowohl für Versicherte und Patienten als auch für Leistungserbringer und weitere Akteure Teil der Digitalisierung des Gesundheitswesens. Dies umfasst beispielsweise telemedizinische Angebote, die Nutzung künstlicher Intelligenz (KI), Digitale Gesundheits- und Pflegeanwendungen und Anwendungen wie das eRezept oder die elektronische Patientenakte (ePA).

Diese Veränderungsprozesse wurden in Deutschland ab 2015 beispielsweise durch das E-Health-Gesetz, das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) und in der 19. Legislaturperiode insbesondere durch das Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG), das Patientendaten-Schutzgesetz (PDSG) sowie das Digitale-Versorgung-und-Pflege-Modernisierungs-Gesetz (DVPMG) vorangetrieben.

Mehr zum Thema

  1. Musterdarstellung der elektronischen Gesundheitskarte

    FAQ Elektronische Gesundheitskarte (eGK)

    Die elektronische Gesundheitskarte ist ein wichtiger Baustein der Modernisierung und Digitalisierung des Gesundheitswesens. Mit dem begonnenen Aufbau einer dafür notwendigen Telematikinfrastruktur sind zahlreiche Möglichkeiten verbunden, die medizinische Versorgung der Versicherten weiter zu verbessern. » Lesen

  2. Symbolbild Online-Tele-Medizin: Smartphone mit Gesundheits-Icons
    Digitalisierung im Gesundheitswesen

    Elektronische Patientenakte (ePA)

    2021 wird die ePA stufenweise eingeführt. Die gesetzlichen Krankenkassen sind verpflichtet, ihren Versicherten auf Antrag eine solche Akte anzubieten. Ihre Nutzung ist freiwillig. » Lesen

  3. Ein Sitzungstisch, auf dem Stift, Papier und Brille liegen
    Ein Jahr „Gesundheits-Apps auf Rezept“

    Ersatzkassen stellten über 24.000 Zugangscodes aus

    Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) kommen bei den Versicherten gut an. Seit der ersten Verordnung vor einem Jahr bis Ende September 2021 gaben die Ersatzkassen über 24.000 Zugangscodes aus. „Die Corona-Pandemie führt vor Augen, wie wichtig es ist, die Digitalisierung im Gesundheitswesen voranzubringen“, betont vdek-Vorstandsvorsitzende Ulrike Elsner. » Lesen