Expertenstandards in der Pflege

Um die Qualität in Gesundheits- und Altenhilfeeinrichtungen für Patientinnen, Patienten und Betroffene spürbar zu verbessern, sollen nach Stand der Diskussion neben betriebsinternen Pflegestandards auch evidenzbasierte Qualitätsinstrumente in die Pflegepraxis einfließen, die von Pflegeexperten erarbeitet wurden und Konsens in der Berufsgruppe sind. Diese Instrumente werden als Expertenstandards in der Pflege bezeichnet.

Bisher wurden sieben Expertenstandards durch das Deutsche Netzwerk für Qualitätssicherung in der Pflege (DNQP) in Kooperation mit dem Deutschen Pflegerat und mit finanzieller Förderung des Bundesministeriums für Gesundheit entwickelt.

Die Standards werden laufend aktualisiert und vom DNQP veröffentlicht. Kurzversionen stehen hier zum Download bereit:

Mit dem Pflege-Weiterentwicklungsgesetz wurde die Aufgabe der Entwicklung und Aktualisierung von Expertenstandards den Vertragsparteien nach § 113 SGB XI, also den Vertretern der Pflegekassen und Pflegeeinrichtungen, übertragen.

Die Entwicklung eines Expertenstandards erfolgt in einem zweistufigen Verfahren. Im ersten Schritt wird ein Expertenstandard von einer Expertengruppe erarbeitet. Danach erfolgt in einem zweiten Schritt die Erprobung des entwickelten Expertenstandards.

Derzeit wird die Erprobung eines entwickelten Expertenstandards vorbereitet. In Vorbereitung dessen erfolgt die Auswahl eines Bewerbers zur Implementierung/Erprobung des Expertenstandards. Es wird davon ausgegangen, dass die Erprobungsphase circa ein Jahr in Anspruch nehmen wird. Gegebenenfalls ist der Expertenstandard aufgrund der Ergebnisse der Erprobungsphase/Implementierung anzupassen.

Nach erfolgreicher Implementierung des Expertenstandards wird dieser im Bundesanzeiger veröffentlicht und ist somit für alle Pflegekassen und deren Verbände sowie für zugelassene Pflegeeinrichtungen verbindlich.

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