Mobile Rehabilitation

Mobile Rehabilitation ist eine Form der ambulanten Rehabilitation (§ 40 Abs. 1 SGB V), die durch ein interdisziplinäres Team im gewohnten Wohnumfeld des Patienten durchgeführt wird. Sie richtet sich insbesondere an rehabilitationsbedürftige Patienten, die sich nur schwer in fremder Umgebung zu Recht finden und für die somit kein Erfolg in ambulanten oder stationären Rehabilitationseinrichtungen zu erwarten ist. Anders sieht dies aus, wenn der Patient wie bei der mobilen Rehabilitation zu Hause in der vertrauten Wohnumgebung angepasst an seinen normalen Tagesablauf rehabilitiert wird. Hier kann der Patient das Erlernte sofort umsetzen, Hilfsmittel können direkt angepasst und die Familie und das soziale Umfeld in den Rehabilitationsprozess mit einbezogen werden. Durch die mobile Rehabilitation besteht so die Möglichkeit, Barrieren abzubauen und neue Ressourcen zu erschließen, wodurch der Patient eine höhere Selbständigkeit und Lebensqualität erreichen kann.

Mobile geriatrische Rehabilitation

Zum 1.5.2007 haben die Verbände der Krankenkassen auf Bundesebene in Zusammenarbeit mit dem Medizinischen Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen (MDS) und der Bundesarbeitsgemeinschaft für Mobile Rehabilitation e.V. (BAG MoRe) die Rahmenempfehlungen zur mobilen geriatrischen Rehabilitation verabschiedet.

Die Rahmenempfehlungen definieren insbesondere die personellen und strukturellen Anforderungen an die Leistungserbringer, legen die Behandlungselemente, die Regeldauer der Maßnahmen sowie die Behandlungsfrequenz für Leistungen zur mobilen geriatrischen Rehabilitation fest. Zusätzlich wurden zum 1.5.2010 Umsetzungshinweise und Übergangsregelungen verfasst, um den bundesweiten Aufbau der mobilen geriatrischen Rehabilitation zu unterstützen.

Die o.g. Rahmenempfehlungen bilden die Grundlage für den Abschluss von Versorgungsverträgen gemäß § 111c SGB V durch die vdek-Landesvertretungen mit geeigneten Anbietern in den Bundesländern.

Mobile indikationsspezifische Rehabilitation

Nicht nur für geriatrische Patienten kann die Mobile Rehabilitation das Mittel der Wahl sein. Auch für andere Indikationsbereiche kann die Rehabilitation im Wohnumfeld die geeignete oder einzig mögliche Form der Rehabilitation sein. Zum Auf- und Ausbau eines entsprechenden Rehabilitationsangebots haben der GKV-Spitzenverband und die Verbände der Krankenkassen auf Bundesebene am 5. April 2016 die „Eckpunkte für die mobile indikationsspezifische Rehabilitation“ verabschiedet. Dies sind Umsetzungsempfehlungen für die Krankenkassen zur besseren Umsetzung des Anspruchs auf mobile Rehabilitationsmaßnahmen. Sie enthalten die sozialmedizinischen Definitionen, bei denen mobile Rehabilitationsmaßnahmen in Betracht kommen, und die Anforderungen an die Leistungserbringer, die diese Maßnahmen anbieten möchten.