Mobile Rehabilitation

Mobile Rehabilitation ist eine Form der ambulanten Rehabilitation (§ 40 Abs. 1 SGB V), die durch ein interdisziplinäres Team im gewohnten oder ständigen Wohnumfeld des Patienten durchgeführt wird. Sie richtet sich insbesondere an rehabilitationsbedürftige Patienten, bei denen der Erfolg der Rehabilitation am höchsten in deren vertrauter Wohnumgebung eingeschätzt wird. Anders als in ambulanten oder stationären Rehabilitationseinrichtungen wird der Patient bei der mobilen Rehabilitation zu Hause angepasst an seinen normalen Tagesablauf rehabilitiert. Hier kann der Patient das Erlernte sofort umsetzen, Hilfsmittel können direkt angepasst und die Familie und das soziale Umfeld in den Rehabilitationsprozess mit einbezogen werden. Durch die mobile Rehabilitation besteht so die Möglichkeit, Barrieren abzubauen und neue Ressourcen zu erschließen, wodurch der Patient eine höhere Selbständigkeit und Lebensqualität erreichen kann.

Zum 01.06.2021 haben der GKV-Spitzenverband und die Verbände der Krankenkassen auf Bundesebene in Zusammenarbeit mit dem Medizinischen Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen (MDS) und unter Beteiligung der Bundesarbeitsgemeinschaft für Mobile Rehabilitation e.V. (BAG MoRe) die Rahmenempfehlungen zur mobilen Rehabilitation überarbeitet. Die Rahmenempfehlungen definieren insbesondere die personellen und strukturellen Anforderungen an die Leistungserbringer, legen die Behandlungselemente, die Regeldauer der Maßnahmen sowie die Behandlungsfrequenz für Leistungen zur mobilen geriatrischen sowie zur mobilen indikationsspezifischen Rehabilitation fest.