Rehabilitations-Richtlinie

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die "Richtlinie über Leistungen zur medizinischen Rehabilitation (Rehabilitations-Richtlinie) nach § 92 Abs. 1 Satz 2 Nr. 8 SGB V" verabschiedet; die letzte Änderung ist am 9.6.2017 in Kraft getreten.

Die Rehabilitations-Richtlinie schafft die Rahmenbedingungen für eine strukturierte Kooperation von Vertragsärzten und Krankenkassen bei der Beratung und Einleitung notwendiger Leistungen zur medizinischen Rehabilitation im Einzelfall.

Die wesentlichen Elemente der Rehabilitations-Richtlinie sind:

  • die Definition der inhaltlichen Grundlagen
  • die klare Aufgabenteilung und Kompetenzabgrenzung zwischen Vertragsarzt und Krankenkasse
  • die Rehabilitationsberatung
  • die Organisation der Verordnung der genehmigungspflichtigen Leistung zur medizinischen Rehabilitation zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung durch den Vertragsarzt
  • die Voraussetzungen für die Verordnung
  • die Sicherung des Rehabilitationserfolges

Bis zum 31.3.2016 waren nur solche Vertragsärzte verordnungsberechtigt, die über eine der in § 11 der Rehabilitations-Richtlinie (a.F.) genannten Qualifikationen verfügten. Mit Beschluss des G-BA vom 18.2.2016 wurde die Reha-Richtlinie mit Wirkung zum 1.4.2016 geändert. Nunmehr können alle Vertragsärzte Leistungen zur medizinischen Rehabilitation unter den Voraussetzungen der Reha-Richtlinie verordnen. Gleichzeitig wurde das Verordnungsverfahren vereinfacht und ein einheitlicher Verordnungsvordruck (Muster 61 Teil A-D) vereinbart. Mit der Änderung zum 9.6.2017 wurde das Gesetz zur Stärkung der Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-VSG) umgesetzt, so dass nun auch Psychotherapeuten zur Verordnung bestimmter Leistungen zur medizinischen Rehabilitation befugt sind.