Fallpauschalensystem und Diagnosis Related Groups (DRG)

FPV und VBE 2017

Gemäß § 17 b Abs. 1 und 3 Krankenhausfinanzierungsgesetz (KHG) ist für die Vergütung der allgemeinen Krankenhausleistungen ein durchgängiges, leistungsorientiertes und pauschalierendes Vergütungssystem eingeführt worden.

Am 8.  September 2016 haben sich die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), der GKV-Spitzenverband  (GKV-SV) und der Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) auf ein DRG-System 2017 geeinigt. Kernelement der Fallpauschalenvereinbarung 2017 (FPV 2017) ist der Fallpauschalenkatalog (DRG – Diagnosis Related Groups), der rund 1.200 verschiedene abrechenbare Fallpauschalen enthält und damit das komplexe Behandlungsgeschehen adäquat abbildet.

Weitere Informationen rund um das Fallpauschalensystem finden Sie bei dem Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) unter: www.g-drg.de Dort können Sie auch den Fallpauschalen-Katalog 2017 und die Fallpauschalenvereinbarung 2017 herunterladen.

VBE 2017: Besondere Einrichtungen

Krankenhäuser, deren Leistungen insbesondere aus medizinischen Gründen wegen der Häufung von schwerkranken Patienten oder aus Gründen der Versorgungsstruktur mit den Entgeltkatalogen noch nicht sachgerecht vergütet werden, können zeitlich befristet vom Fallpauschalensystem ausgenommen werden. Hierzu einigten sich die Verhandlungspartner für das Jahr 2017 auf eine gemeinsame "Vereinbarung zur Bestimmung von Besonderen Einrichtungen für das Jahr 2017" (VBE 2017). Die VBE 2017 können Sie auf der Webseite des InEK herunterladen.

Ausbildungszuschläge von 2006 bis 2017

Gemäß § 17 a Abs. 5 Satz 1 Nr. 1 bis 3 KHG ist es seit 2006 möglich, auf Landesebene Ausgleichsfonds zu bilden, um die Benachteiligung ausbildender Krankenhäuser im Wettbewerb mit nicht ausbildenden Krankenhäusern zu vermeiden. Es werden dann einheitliche Ausbildungszuschläge je voll- und teilstationärem Fall erhoben, mit dem der Ausgleichsfonds finanziert wird. 11 Bundesländer haben einen solchen Ausgleichsfonds gebildet.

Das Nähere entnehmen Sie der beigefügten Bundesübersicht. (Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt vereinbaren keinen Ausbildungsfonds.)

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