Fallpauschalensystem und Diagnosis Related Groups (DRG)

FPV und VBE 2015

Gemäß § 17 b Abs. 1 und 3 Krankenhausfinanzierungsgesetz (KHG) ist für die Vergütung der allgemeinen Krankenhausleistungen ein durchgängiges, leistungsorientiertes und pauschalierendes Vergütungssystem eingeführt worden.

Am 23.  September 2014 haben sich die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), der GKV-Spitzenverband  (GKV-SV) und der Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) auf ein DRG-System 2015 geeinigt. Kernelement der Fallpauschalenvereinbarung 2015 (FPV 2015) ist der Fallpauschalenkatalog (DRG – Diagnosis Related Groups), der rund 1.200 verschiedene abrechenbare Fallpauschalen enthält und damit das komplexe Behandlungsgeschehen adäquat abbildet.

Weitere Informationen rund um das Fallpauschalensystem finden Sie bei dem Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) unter: www.g-drg.de Dort können Sie auch den Fallpauschalen-Katalog 2015 und die Fallpauschalenvereinbarung 2015 herunterladen.

FPV 2015: Die Neuerungen im Detail

Zum mittlerweile dreizehnten Mal einigten sich die Selbstverwaltungspartner auf die Fallpauschalenvereinbarung samt Kataloge, die für 2015 insgesamt 1.200 (2014: 1.196) DRG-Fallpauschalen und 262 (2014: 159) Zusatzentgelte zur Abbildung stationärer Leistungen enthält.

Schwerpunkte des alljährlich weiterentwickelten Klassifikationssystems waren die Bereiche Intensivbehandlung, Abdominalchirurgie, sowie die Behandlung von Kindern. Hier wurden mehrere Änderungen in der Bewertungssystematik vorgenommen, um eine leistungsgerechtere Vergütung zu erzielen.

Weitere Informationen zu den Diagnosis Related Groups und dem Fallpauschalensystem finden Sie auf der gemeinsamen Homepage der Selbstverwaltung zu den G-DRGs unter http://www.g-drg.de.

VBE 2014: Besondere Einrichtungen

Krankenhäuser, deren Leistungen insbesondere aus medizinischen Gründen wegen der Häufung von schwerkranken Patienten oder aus Gründen der Versorgungsstruktur mit den Entgeltkatalogen noch nicht sachgerecht vergütet werden, können zeitlich befristet vom Fallpauschalensystem ausgenommen werden. Hierzu einigten sich die Verhandlungspartner für das Jahr 2014 auf eine gemeinsame "Vereinbarung zur Bestimmung von Besonderen Einrichtungen für das Jahr 2014" (VBE 2014). Die VBE 2014 können Sie auf der Webseite des InEK herunterladen.

Ausbildungszuschläge von 2006 bis 2017

Gemäß § 17 a Abs. 5 Satz 1 Nr. 1 bis 3 KHG ist es seit 2006 möglich, auf Landesebene Ausgleichsfonds zu bilden, um die Benachteiligung ausbildender Krankenhäuser im Wettbewerb mit nicht ausbildenden Krankenhäusern zu vermeiden. Es werden dann einheitliche Ausbildungszuschläge je voll- und teilstationärem Fall erhoben, mit dem der Ausgleichsfonds finanziert wird. 11 Bundesländer haben einen solchen Ausgleichsfonds gebildet.

Das Nähere entnehmen Sie der beigefügten Bundesübersicht. (Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt vereinbaren keinen Ausbildungsfonds.)

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