vdek-Stellungnahme – Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV)
Stellungnahme vom 1.3.2019 zum Kabinettsentwurf eines Gesetzes für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV)
Der Begriff Arzneimittel wird nach dem Arzneimittelgesetz definiert als Stoffe oder Zubereitungen aus Stoffen, die zur Anwendung im oder am menschlichen oder tierischen Körper bestimmt sind und zur Heilung, Linderung oder Verhütung von Krankheiten eingesetzt werden. Darüber hinaus können sie die physiologischen Funktionen des Körpers wiederherstellen oder beeinflussen oder zur Erstellung einer medizinischen Diagnose beitragen. Arzneimittel haben eine pharmakologische, immunologische oder metabolische Wirkung. Abzugrenzen von Arzneimitteln sind Produkte wie Lebensmittel, Kosmetika oder Medizinprodukte, die jeweils anderen rechtlichen Regularien unterliegen. Das bedeutet im Ergebnis, dass zum Beispiel ein Arzneimittel nicht zugleich ein Medizinprodukt sein kann oder umgekehrt.
Zulassungspflichtige Arzneimittel sind in Deutschland grundsätzlich apothekenpflichtig, das heißt sie können nur in einer Apotheke erworben werden. Darüber hinaus sind manche Arzneimittel zusätzlich verschreibungspflichtig, müssen also für den Patienten zunächst von einem Arzt auf einem Rezept verschrieben werden, welches dann in einer Apotheke eingelöst werden muss.
Man unterscheidet zudem zwischen Fertigarzneimitteln, die im Voraus hergestellt und in einer zur Abgabe an den Verbraucher bestimmten Packung in den Verkehr gebracht werden, und Rezepturarzneimitteln, die individuell für einen einzelnen Patienten aufgrund einer Verordnung durch einen Arzt in einer Apotheke hergestellt werden.
Stellungnahme vom 1.3.2019 zum Kabinettsentwurf eines Gesetzes für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV)
Anlässlich der erneuten Beratungen zur Standortklausel mahnt der vdek, dass Ausnahmen vom erhöhten Herstellerabschlag die GKV nicht zusätzlich belasten dürfen. Mindereinnahmen sollen durch höhere Rabatte für Hersteller ohne Produktion in Deutschland ausgeglichen und Entlastungen auf essenzielle Arzneimittel begrenzt werden. » Lesen
Zur morgigen Tagung des „Fachgremium Standortklausel“ warnt vdek-Vorstandsvorsitzende Ulrike Elsner davor, die Förderung des Pharmastandorts aus GKV-Beiträgen zu finanzieren. Ausnahmen vom zusätzlichen Herstellerabschlag müssten finanziell kompensiert werden. » Lesen
Hier finden Sie Grafiken und Tabellen zum Thema Arzneimittel, etwa zu den Ausgaben für Arzneimittel, zum Umsatz der Apotheken und zu gesetzlichen Arzneimittelrabatten. » Lesen
Die Preise für neue, patentgeschützte Arzneimittel sind europaweit zu hoch. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Association Internationale de la Mutualité (AIM). „Die Studie zeigt das Einsparpotenzial, wenn wir ein Preisbildungsverfahren hätten, dass sich stärker an den realen Kosten der Pharmaindustrie orientiert”, kommentiert vdek-Vorstandsvorsitzende Ulrike Elsner. » Lesen
Vor dem Hintergrund der anstehenden Apothekenreform erklärt vdek-Vorstandsvorsitzende Ulrike Elsner: „Von der geforderten Erhöhung des Packungsfixums von 8,35 Euro auf 9,50 Euro profitieren vor allem Apotheken mit hohen Packungsabgabemengen in Ballungsgebieten und Versandapotheken.“ Benötigt werde eine gute Apothekenversorgung sowohl in Ballungsgebieten als auch auf dem Land. » Lesen
Heute berät der Bundestag über einen Antrag der Fraktion der Bündnis 90/Die Grünen zum Thema „Kosten für hochpreise Arzneimittel bezahlbar halten“. In diesem Zusammenhang weist der vdek auf den wichtigen Beschluss des G-BA zur Austauschbarkeit von Biologika durch preisgünstigere Nachahmerpräparate hin. Dieser wird vom vdek ausdrücklich unterstützt. » Lesen
Über Arzneimittel-Rabattverträge einigen sich Krankenkassen und Arzneimittelhersteller auf Preisnachlässe je abgegebener Arzneimittelpackung. » Lesen
Importarzneimittel sind aus dem Ausland importierte Arzneimittel. Bei Importarzneimitteln wird zwischen Parallelimporten und Reimporten unterschieden. » Lesen
Die Ersatzkassen folgen der Bitte des Bundesgesundheitsministers zur Kostenübernahme von sonstigen Produkten zur Wundbehandlung bis zum 2. März 2025. „Mit der Übergangsregelung garantieren wir die unterbrechungsfreie Versorgung unserer Versicherten“, erläutert vdek-Vorstandsvorsitzende Ulrike Elsner. » Lesen