Neue Wahlperiode

20. Deutscher Bundestag: Zahlen und Fakten

Infografik: Sitzverteilung 20. Deutscher Bundestag

Der neue Bundestag kam am 26. Oktober 2021, also genau einen Monat nach der Bundestagswahl, zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Zur Bundestagspräsidentin wurde die SPD-Abgeordnete Bärbel Bas gewählt, die damit auf Dr. Wolfgang Schäuble (CDU) folgt. Die meisten Abgeordneten entsendete die Wahlsiegerin SPD mit 206 Sitzen, gefolgt von der CDU mit 152 Sitzen. Drittstärkste Partei sind die GRÜNEN mit 118 Abgeordneten, viertstärkste Kraft die FDP (92 Abgeordnete). Wie auch die CDU verloren AfD, CSU und LINKE gegenüber 2017 an Sitzen. Neu im Parlament ist der SSW, der als Partei nationaler Minderheiten von der Fünf-Prozent-Hürde befreit ist.

Die insgesamt 736 Abgeordneten bilden den größten Bundestag in der Geschichte der Bundesrepublik, nachdem im Jahr 2017 bereits ein Rekord mit 709 Abgeordneten erreicht war. Grund für diesen Zuwachs ist das System der Überhang‑ und Ausgleichsmandate. Dieses greift, sobald eine Partei über die Erststimme mehr Wahlkreise gewinnt, als ihr nach der prozentualen Verteilung der Zweitstimmen zustehen. In diesem Falle kam die CSU in Bayern auf 46 gewonnene Wahlkreise, was ihren Zweitstimmenanspruch um elf Sitze (Überhangmandate) übersteigt. Um ein solches Missverhältnis auszugleichen, werden auch den anderen Parteien weitere Sitze (Ausgleichsmandate) zugeteilt, bis die Sitzverteilung wieder dem Zweitstimmenergebnis entspricht.

Infografik: Geschlechterverteilung 20. Deutscher Bundestag

Der Bundestag ist minimal jünger geworden. Das Durchschnittsalter beträgt nun 47,3 Jahre, 2017 lag es noch bei 49,4 Jahren. Der Frauenanteil im Parlament ist im Vergleich zur 19. Wahlperiode moderat gestiegen, gleichwohl mit 34,8 Prozent (zuvor: 30,7 Prozent) von einer Parität noch weit entfernt.

Weitere Artikel aus ersatzkasse magazin. (6. Ausgabe 2021)